22.12.2011, 14:05 Uhr

Forscher entwickeln intelligentes Steuerungssystem für Offshore-WEA

Berlin – Eine intelligente Steuerung für Offshore-Windenergieanlagen, welche die Belastung durch wechselnde Windstärken erfasst, haben Wissenschaftler der Universität Bremen mit Projektpartnern aus der Industrie entwickelt. Das System soll dabei helfen, Ausfallzeiten zu reduzieren, die Wartung zu optimieren und die Lebensdauer der Anlagen zu verlängern. Das Verbundprojekt „Windenergieanlagen mit intelligenter Leistungselektronik zur Energieeffizienz-Steigerung (Wint-LES)“ wurde vor zwei Jahren am Institut für elektrische Antriebe, Leistungselektronik und Bauelemente (IALB) der Universität Bremen gestartet und mit rund einer halben Million Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

„Aus der Messung der elektrischen Leistung, die die Windkraftanlage abgibt, können wir mit unserer neuen Software auch auf die mechanische Belastung in Kupplung und Getriebe schließen und diese sehr viel besser beobachten und begrenzen, als das bisher möglich war“, sagt Professor Bernd Orlik, Projektleiter am IALB. So würden Fehlerentwicklungen viel früher erkannt und die Wartung könne besser geplant werden. Auch könne die Steuerung der Stromproduktion gezielt optimiert werden. Die Messdaten werden über das Internet an den Anlagenbetreiber übermittelt und dort ausgewertet, so das BMBF. Die Projektergebnisse ließen sich ohne großen Aufwand auch in bereits bestehende Windkraftanlagen übertragen. In Kürze sollen die ersten Feldversuche stattfinden, bei denen die Ergebnisse in Windparks überprüft werden.

:


© IWR, 2011