24.10.2012, 08:25 Uhr

EEG-Management-Prämie wird gekappt – Bonus für Fernsteuerung

Berlin, Mainz - In der vergangenen Woche wurde vom deutschen Bundestag in der dritten Lesung die Managementprämienverordnung (MaPrV) verabschiedet. Kernpunkte der Verordnung sind die Reduzierung der Managementprämie ab 2013 von 10 auf 6,50 Euro je Megawattstunde (MWh) bzw. 7,50 Euro je MWh, sofern die Voraussetzungen für den sog. "Fernsteuerbarkeitsbonus" erfüllt sind. Die verabschiedete Fassung schreibt vor, dass die "Fernsteuerbarkeit" über den Zähler zu erfolgen hat. Wie der Spezialist für Direktvermarktung von erneuerbaren Energien in.power GmbH aus Mainz mitteilt, wird in Fachkreisen davon ausgegangen, dass diese Voraussetzungen derzeit nur die wenigsten Direktvermarkter erfüllen können. Die in.power GmbH habe sich bereits seit Ende 2011 als bundesweiter Messstellenbetreiber und Messdienstleister positioniert und bietet seinen Direktvermarktungskunden im in.power energy network die geeichte Online-Messung ohne Mehrkosten an. Aktuell bestehen hierzu bundesweit mit über 500 Verteilnetzbetreibern entsprechende Rahmenvereinbarungen.

Windpark im Emsland bereits fernsteuerbar

Unterdessen hat die GESY Green Energy Systems GmbH (GESY) den ersten Windpark im Emsland fernsteuerbar geschaltet. Wie das Unternehemn mitteilt, sichert die Verschaltung dem Betreiber den vollen Fernsteuerbarkeitsbonus nach der neuen MaPrV. Aktuell würden bei GESY die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, möglichst alle Kunden zum 1. Januar 2013 fernsteuern zu können. Neben der Fernsteuerbarkeit könne das System der GESY auch Ist-Einspeisewerte abrufen. Damit sichere GESY den Anlagenbetreibern, die ihren Strom mit GESY direkt vermarkten, den Fernsteuerbarkeitsbonus für das Lieferjahr 2013.


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