05.11.2012, 12:00 Uhr

Regenerative Energiewirtschaft in NRW mit System analysiert - Mehr EE-Strom und -Umsatz

Düsseldorf – Das Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) hat die Branche der erneuerbaren Energien in NRW vom Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) analysieren lassen. Die Untersuchung, die nach einem Systemansatz zur Standortbeurteilung die vier Teilbereiche "Energie & Umwelt, "Wirtschaft", "Forschung" sowie "Ausbildung" genauer unter die Lupe nimmt, hat ergeben, dass die Regenerative Energiewirtschaft in NRW auch im Jahr 2011 weiter geboomt hat. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist für Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) der Schlüssel für die Energiewende. "Die Landesregierung wird daher den schnellstmöglichen Umstieg auf die regenerativen Energien anstreben. Bis 2025 wollen wir mehr als 30 Prozent des Stroms in NRW aus regenerativen Energien gewinnen", betonte Remmel bei der Vorstelleung der IWR-Studie.

"Energie & Umwelt": EE-Strommenge steigt um 20 Prozent

Nach den Erhebungen des IWR ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in NRW 2011 um mehr als 20 Prozent im Vergleich zu 2010 gestiegen. Die größten Zuwachsraten bei der Stromproduktion erzielten die Photovoltaik mit 81,7 Prozent und die Windenergie mit 31 Prozent. Der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung in NRW ist von 3,93 Milliarden Kilowattstunden (KWh) 2010 auf 5,15 Milliarden kWh in 2011 gestiegen. Während auch der Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung um rund 6 Prozent auf jetzt 11,1 Milliarden kWh in 2011 gestiegen ist, so ist bei der Treibstoffproduktion ein Rückgang von ca. 7 Prozent auf rund 350.000 Tonnen Biodiesel, zu verzeichnen. "Mit dem konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien leisten wir auch einen Beitrag zum Klimaschutz: 17,6 Millionen Tonnen CO2 konnten wir 2010 in NRW einsparen", so Minister Remmel.

"Wirtschaft": 3.600 Unternehmen setzen 8,7 Mrd. Euro um

Bezogen auf die Grundgesamtheit der 3.600 Unternehmen im Sektor der regenerativen Energien ist ein Umsatzwachstum um knapp 5 Prozent auf etwa 8,7 Mrd. Euro zu verzeichnen, im Jahr 2010 waren es noch 8,3 Mrd. Euro. Bei den Beschäftigten im Anlagen- und Systembau stieg die Zahl um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 28.200 (2010: 26.500) der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Weltweit steigen die Investitionen in Erneuerbare Energien, zuletzt auf 257 Milliarden Dollar. Wir haben in NRW die Wahl: Wollen wir bei der Gestaltung der Energiezukunft dabei sein oder wollen wir das Wachstum irgendwo anders stattfinden lassen? Die Landesregierung hat sich entschieden: Wir wollen in NRW eine pulsierende und lebendige Zukunftswirtschaft aufbauen. Die Branchenzahlen 2011 zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind", sagte Umweltminister Johannes Remmel.

"Forschung" und "Ausbildung": 56 Studiengänge in NRW

Wie Remmel weiter ausführte, zeige der IWR-Report auch, dass die Energie inzwischen ein großes Thema für die Forschung ist. Hier stehen vor allem Speichertechnik und Systemintegration im Fokus. In NRW sind inzwischen 56 Studiengänge bekannt, die Kenntnisse rund um die Themen der erneuerbaren Energien vermitteln. 2010 waren es noch 38 Studiengänge.

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Studie "Zur Lage der Regenerativen Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen 2011" als pdf

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