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14.12.2012, 11:08 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Höchstbedarf an Fossil- und Atom-Strom ohne Kaltreserve gemeistert

Münster –Die Strombereitstellung aus konventionellen Kraftwerken hat in Deutschland am Nachmittag des 12. Dezember 2012 mit einer Leistung von 66,5 Gigawatt einen neuen Jahreshöchstwert erreicht. Trotz des hohen Bedarfs an Strom aus Braun- und Steinkohle, Erdgas und Atomenergie war kein Engpass entstanden und ein Anzapfen der Kaltreserve wurde nicht bekannt. Auch der unplanmäßige Ausfall des Kraftwerksblock C des Kernkraftwerks Gundremmingen, der über eine elektrische Leistung von 1.344 Megawatt (MW) verfügt, gefährdete eine zuverlässige Stromversorgung nicht. Vor rund einem Jahr hatte eine ähnliche Konstellation dazu geführt, dass erstmals eine Kaltreserve zur Sicherung der Stromversorgung angezapft werden musste. Weil das angezapfte Kraftwerk, das zu diesem Zweck im Dezember 2011 hochgefahren worden war, in Österreich steht, war in den Medien von einer Stromhilfe aus Österreich die Rede. Nach Angaben der Bundesnetzagentur sind mit Stand November 2012 konventionelle Kraftwerkskapazitäten im Umfang von rd. 98.000 MW in Betrieb bzw. stehen zur Verfügung. Hinzu kommen noch die regenerativen Anlagenkapazitäten und zusätzlich rd. 700 MW als Reservekraftwerke sowie rd. 2.700 MW als Kaltreserve.

Gundremmingen: Block C wegen Leckage vom Netz

Block C des Kernkraftwerks Gundremmingen ist am 10. Dezember 2012 überraschend vom Netz gegangen. Grund für den vorübergehenden Stillstand ist nach Angaben der Betreibergesellschaft Kernkraftwerk Gundremmingen GmbH eine Tropfleckage an einem Messstutzen unterhalb des Reaktordruckbehälters. Medienberichten zufolge sei ein Führungsrohr der Anfahrdetektor-Messlanze undicht. Insgesamt gebe es acht solcher Messlanzen, bei den anderen sieben seien keine Auffälligkeiten festgestellt worden. Es handele sich nach Angaben der Betreibergesellschaft, die zu 75 Prozent RWE und zu 25 Prozent E.ON gehört, um ein meldepflichtiges Ereignis, das nach der internationalen Bewertungsskala Ines in die niedrigste Stufe 0 (keine oder geringe sicherheitstechnische Bedeutung) eingeordnet wurde. Am Wochenende soll der Austausch der undichten Messlanze voraussichtlich abgeschlossen werden, danach könne das Kraftwerk den aktuellen Prognosen zufolge wieder hochgefahren werden, so ein Sprecher der Betreibergesellschaft.

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© IWR, 2012






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