22.02.2013, 11:53 Uhr

BSH veröffentlicht Netzplan für die Nordsee

Berlin - Das zum Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gehörende Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat den "Bundesfachplan Offshore Nordsee" veröffentlicht. Er zeigt die 13 Windparkcluster, mit denen bis 2030 circa 25 Gigawatt(GW) Windstrom erzeugt werden können und deren Anbindungen an das terrestrische Netz. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sieht vor, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 30 Prozent und danach kontinuierlich weiter erhöht werden soll. Die Offshore-Windenergie ist ein wesentlicher Baustein, um dieses Ziel zu erreichen.

Netzplan in Rekordzeit erarbeitet

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer erklärte: "Deutschland ist bei der Offshore-Energie weltweit vorne mit dabei. Wir sind Innovationstreiber! Wir erschließen Windparks auf hoher See, unter extrem schwierigen Bedingungen. Damit schaffen wir Zukunft und Arbeitsplätze."

Ramsauer dankte dem BSH für die geleistete Arbeit. Das Bundesamt habe seine Hausaufgaben gemacht: "Mit der Entwicklung des Bundesfachplans Offshore Nordsee hat es die erste systematische Stromnetzplanung im Offshore Bereich weltweit vorgelegt. Damit haben wir ein Etappenziel in der Energiewende erreicht! Das BSH hat den Bundesfachplan Offshore Nordsee innerhalb von zehn Monaten erarbeitet." Dies sei Rekordzeit, so Ramsauer.

Netzplan gewährleistet Verbindlichkeit und Rechtssicherheit

Das Verkehrsministerium nennt den Netzplan den ersten Meilenstein auf dem Weg zu einem Systemwechsel innerhalb der Energiewende. Er konkretisiere und ergänze die maritime Raumordnung um die räumliche Planung der Stromnetze. Der Netzplan gebe eine verbindliche Infrastruktur für die Stromnetze vor. Damit sei für die einzelnen Genehmigungsverfahren, denn der Netzbetreiber wisse, innerhalb welcher Trassen er die Genehmigung der Kabelsysteme beantragen muss. Der Bundesfachplan Offshore ergänzt den Bundesnetzplan, den die Bundesnetzagentur erarbeitet, für den Bereich der ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik Deutschland.

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