IWR-Start | News | Windenergie | Offshore Windenergie | Solarbranche | Bioenergie | Energiejobs | Intern.

Top 50 Firmen | RENIXX World | Politik | Termine | Messen | Newsletter | | |
 
04.04.2013, 12:13 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Und sie lohnt sich doch: Streit um energetische Gebäudesanierung

Berlin - Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die energetische Sanierung von Gebäuden wirtschaftlich rechnet. Auslöser für diese Klarstellung ist ein Artikel in "Die Welt" mit dem Titel "Die große Lüge von der Wärmedämmung". Darin wird unter Verweis auf eine Prognos-Studie erklärt, dass die Kosten einer energetischen Sanierung die Einsparungen deutlich übersteigen. Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung und Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) widerspricht: "Die Mehrkosten für die energetischen Maßnahmen lassen sich über die Energieeinsparung refinanzieren. Das zeigen hunderte Praxisbeispiele der dena."

Prognos und KfW einig: Energieeffiziente Sanierung lohnt sich

Prognos hat im Auftrag der KfW Bankengruppe eine Studie zu den Wachstumswirkungen der KfW-Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren erstellt. Die KfW selbst erklärte zu den Ergebnissen, dass sich die energieeffiziente Sanierung lohnt, da die Energiekostenersparnis die energieeffizienzbedingten Mehrausgaben für eine Sanierung finanziert. Für die Wirtschaftlichkeitsanalyse energetischer Sanierungen zählen die energieeffizienzbedingten Mehrausgaben im Vergleich zur Energiekostenersparnis. Mit Fördermitteln der KfW amortisiere sich eine Sanierung in der Regel deutlich früher als ohne, meist in weniger als 20 Jahren. Steigende Energiepreise würden die Attraktivität in Zukunft noch erhöhen, so die KfW.

Rechenfehler in "Die Welt"?

Im Artikel in "Die Welt" werden sämtliche Kosten für Sanierungen und für den Neubau bis 2050 in einen Topf geworfen und den möglichen Einsparungen gegenübergestellt. Genau diese Vorgehensweise ist aber aus Sicht der Studienautoren nicht zulässig. Richtig wäre, nur den Mehraufwand für eine energieeffiziente Sanierung in Relation zu der dadurch erreichten Energiekostenersparnis zu setzen. Dann rechnen sich diese Investitionen. Auch die dena weist daraufhin, dass im Beitrag nicht unterschieden wird zwischen den Kosten, die ohnehin für Neubau oder Sanierung anfallen, und den Mehrkosten, die energiesparende Maßnahmen verursachen. In der Bilanz dürfen nur die für Energieeffizienz relevanten Mehrkosten den Energieeinsparungen gegenübergestellt werden.

Hausbesitzer sollen sich nicht verunsichern lassen
"Gebäudeeigentümer sollten sich nicht durch irreführende Zahlenvergleiche beunruhigen lassen", so Kohler. "Wenn ein neues Fenster eingebaut oder eine Fassade erneuert wird, fallen immer Kosten an, egal ob nun besonders energieeffizient oder nicht. Deswegen muss bei einer Sanierung genau untersucht werden, welche Maßnahmen sowieso für Instandhaltung oder Modernisierung nötig sind und welche explizit die Energieeffizienz verbessern. Vergleicht man die Kosten für Energieeffizienzmaßnahmen mit den Energieeinsparungen, wird klar: Die energetische Gebäudesanierung lohnt sich. Voraussetzung ist, dass die energetischen Maßnahmen mit ohnehin anstehenden Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten gekoppelt werden."

Weitere News und Infos zum Thema
Studie: Energiewende sorgt für Arbeitsplätze und Wachstum
Förderung für energetisches Bauen steigt ab März 2013
Tagung: Mehr Energieeffizienz in der Wärmeversorgung
Erdwärmetechnik von der Lupus AG
© IWR, 2013







Meldung drucken | E-Mail: Artikel empfehlen
 

IWR-Newsticker Erneuerbare Energien:
Anzeige


Firma   -im Profil-



Produkte   -Anzeige-
26.05.2017 - Wie Kalifornien beim internationalen Klimaschutz die US-Lücke füllt
26.05.2017 - Börse: RENIXX mit Rückenwind – Jinkosolar mit Riesenprojekt – Vestas mit belgischem Offshore-Windpark – First Solar Schlusslicht
26.05.2017 - MHI Vestas eröffnet Offshore-Windpark in Belgien
26.05.2017 - Berlin steigt aus der Braunkohle aus
24.05.2017 - Kommt die Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein?
24.05.2017 - Vattenfall stellt sich bei dezentralen Energielösungen neu auf
24.05.2017 - Börse: RENIXX und Dax leichter – Dong Energy findet Käufer für Öl- und Gas-Geschäft – Sunrun Schlusslicht
24.05.2017 - Bioenergie-Branche hofft auf Ausschreibungen nach der Wahl
24.05.2017 - SMA-Hauptversammlung beschließt Dividende
24.05.2017 - Enertrag räumt bei Windenergie-Ausschreibung an Land ab
 
Bildungs-News
24.05.2017 - OECD-Studie sieht Klimaschutz als Wachstumstreiber
23.05.2017 - Windenergie: Vertikal-Achser wird in Grevenbroich zertifiziert
23.05.2017 - Neuer Batterieproduzent TerraE plant Gigafabrik in Deutschland
23.05.2017 - Deutschland hinkt bei der Flexibilisierung der Stromnachfrage hinterher
22.05.2017 - Petersberger Klimadialog findet in Berlin statt
17.05.2017 - Bio-Brennstoffzellen in Kläranlagen liefern sauberes Wasser und Energie

 

Business- und Wirtschaftsthemen Erneuerbare Energien

  

Suche in IWR - Newsticker Original-Pressemitteilungen Produkte Firmenprofile


© IWR - Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien

Energie Business Verbund
Presse IWR-Pressedienst.de | Marketing Firmen | Stellen Energiejobs.de | Messen Energiekalender.de |

Energiethemen- und Branchenverbund
iwr.de |Windbranche.de | Offshore-Windenergie | ISolarbranche.de | Bioenergie-Branche |Solardachboerse.de |RenewablePress.com | RenewableEnergyIndustry | Windindustry | Offshore-Windindustry | Energiefirmen | Energiespeicher | Energieeffizienz

Verbraucher
Strompreisrechner.de | Stromtarife.de | Solardachboerse.de | Energiehandwerker.de

 
>> zurück
 
Home-IWREnglishWindenergieSolarenergieWasserkraftBioenergieGeoenergieEmail/Kontakt