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16.05.2013, 15:26 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

DIW: Netzausbau-Bedarf wird systematisch überschätzt

Berlin – Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist zu dem Ergebnis gekommen, dass in Deutschland auch zukünftig keine Engpässe bei der Stromübertragung zu befürchten sind. Einem aktuellen Bericht zufolge geht der Ausbau des deutschen Stromnetzes zwar langsam, aber kontinuierlich voran. Die Autoren gehen davon aus, dass bis 2016 über die Hälfte der laufenden Netzausbau-Projekte abgeschlossen sein wird. Der DIW-Forschungsdirektor Christian von Hirschhausen sagt dazu: "Ein gewisser Umbau ist zwar für den steigenden Anteil der erneuerbaren Energien notwendig. Methodische Mängel bei der Erstellung des Netzentwicklungsplans führen jedoch zu einer Überschätzung des Ausbaubedarfs. Auch überrascht, dass die Einspeisepunkte von zwei der in nächster Zukunft geplanten Stromautobahnen ausgerechnet an traditionellen Standorten der Kohlewirtschaft beginnen, nämlich im rheinischen beziehungsweise dem mitteldeutschen Braunkohlerevier. Es ist zu befürchten, dass dadurch Anreize entstehen, die Kohleverstromung auch künftig auf einem hohen Niveau zu halten. Dies könnte die Ziele der Energiewende untergraben."

Abregelung effizienter als maximale Bereitstellung von Übertragungskapazität
Das DIW legt eine Überarbeitung der kritisierten Methodik nahe. Bisher werden zunächst Annahmen über die Standorte und den Einsatz fossiler Kraftwerke getroffen; erst danach werden die erforderlichen Netzkapazitäten bestimmt. Es wird vorgeschlagen, dass zukünftige Netz- und Erzeugungsplanungen gemeinsam betrachtet werden sollen. Zudem sollte das Netz nicht auf die letzte einzuspeisende Kilowattstunde ausgelegt werden, denn im Fall von Starkwindeinspeisung ist die Abregelung von konventionellen Kraftwerken oder Erzeugungsspitzen erneuerbarer Energien effizienter als die Bereitstellung entsprechender Leitungskapazitäten. Ebenso soll eine flächendeckende Nutzung von Hochtemperaturseilen und Leiterseilmonitoring umgesetzt werden. Auch die Entwicklung dezentraler Energien sowie die größere Bedeutung von Lastmanagement und Speichern müssten berücksichtigt werden. Das DIW ist der Meinung, dass sich auf diese Weise die notwendigen Umbaumaßnahmen verringern lassen.

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