17.05.2013, 13:15 Uhr

Börse am Mittag: DAX rauf, RENIXX runter – VW und Daimler steigern EU-Absatz, JA Solar schwach, Ölpreis klettert

Münster – Während der DAX (+0,3 Prozent, 8.392 Punkte) sich im heutigen Handel bislang nach oben orientiert, ist der RENIXX um 0,7 Prozent auf 239,17 Punkte zurückgefallen. Bereits am Morgen ist der RENIXX dabei unter die 240-Punkte-Marke gerutscht. Am Devisenmarkt verharrt der Eurokurs bei 1,288 US-Dollar. Gold verbilligt sich um 0,3 Prozent auf 1.382 US-Dollar pro Unze.

VW und Daimler gefragt

An der Spitze der DAX-Gewinnerliste finden sich hinter Lanxess (+5,0 Prozent, 56,35 Euro) die Automobil-Hersteller VW (+3,1 Prozent, 167,30 Euro) und Daimler (+2,8 Prozent, 48,49 Euro). Positive Absatzzahlen für den Automobilmarkt Europa haben die Wertpapiere gestützt. Daimler hat die Verkäufe um 10,7 Prozent und Volkswagen um 9,9 Prozent gesteigert. Bei BMW (+1,3 Prozent, 72,35 Euro) hingegen sanken die Absatzzahlen im April um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Größter Gewinner im RENIXX ist heute der indische Windenergieanlagen-Hersteller Suzlon (+5,0 Prozent, 0,966 Euro). Schwach tendieren vor allem JA Solar (-5,4 Prozent, 4,12 Euro). Der chinesische Solar-Hersteller hat eine Unternehmensanleihe im Wert von insgesamt 119 Mio. US-Dollar zurückgezahlt.

Ölpreis zieht an

Der Ölpreis zieht im heutigen Handel an. Vor dem Wochenende verteuert sich ein Barrel der Nordseesorte Brent um 0,9 Prozent auf 104,50 US-Dollar und auch der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI klettert um 0,7 Prozent auf 96 US-Dollar. Auch die Spritpreise haben zugelegt. An den Tankstellen in Deutschland mussten die Autofahrer gestern für einen Liter Diesel im Schnitt 1,411 Euro (+0,4 Prozent) und für einen Liter Benzin (Super E10) 1,557 Euro(+0,5 Prozent) zahlen. Der Heizöl-Preis klettert um 0,6 Prozent auf 84,2 Cent/Liter (inkl. MWSt, bei Abnahme von 3.000 Litern). Der Preis für Zertifikate zur Emission einer Tonne CO2 stagniert im heutigen Handel bislang bei 3,65 Euro. Die Strompreise entspannen sich zum Wochenende. Der Preis für deutschen Grundlaststrom im day-ahead-Handel der Strombörse sinkt um 35 Prozent 2,36 Cent/kWh.

Sonne und Wind decken Lastspitzen ab

Die Photovoltaik- und Windenergie-Anlagen in Deutschland sorgen heute erneut dafür, dass am Mittag, wenn die Stromnachfrage am größten ist, keine konventionellen Kraftwerke zusätzlich angefahren werden müssen. Zusammen produzieren Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen heute am Mittag Strom mit einer Leistung von knapp 16.000 MW. Die benötigte Erzeugungsleistung aus konventionellen Kraftwerken bleibt dann bei gut 44.000 MW stabil. Ohne Windenergie- und Solaranlagen würden Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke mit einer Leistung von rund 60.000 MW benötigt.

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