13.06.2013, 12:59 Uhr

Börse am Mittag: RENIXX und DAX brechen ein – EDP und REC im Plus, Solarwerte schwach

Münster – Nachdem der RENIXX heute Morgen massiv verlor und kurzzeitig bei 231 Punkten notierte, steht er heute Mittag bei einem Stand von 232 Punkten (-2,4 Prozent, -5,81 Punkte). Auch der DAX gab nach und rutschte teilweise unter die 8000-Punkte-Marke, womit er den tiefsten Stand seit Anfang Mai erreichte. Aktuell liegt er bei 8.007 Punkten, was einem Verlust von 136 Punkten bzw. 1,7 Prozent entspricht. Viele Anleger befürchten weltweit das Ende der Niedrigzinsen der US-Notenbank und das Ende der Konjunkturprogramme. Analysten erwarteten nach der Aktienrallye der vergangenen Monate einen Ausverkauf an den Finanzmärkten. Schon die Einbrüche des japanischen Nikkei Index um 6,3 Prozent drückten den DAX am Morgen. Der Euro fiel hingegen nur gering um 0,05 Prozent auf 1,333 US-Dollar. Der Preis für eine Feinunze Gold ist leicht um 0,07 Prozent auf 1.386 US-Dollar gestiegen.

EDP Renováveis schließt Vertrag in den USA

Von den heute bereits gehandelten Titeln im RENIXX können vier Titel einen Gewinn verbuchen. Die portugiesische EDP Renováveis legt im heutigen Handel um 0,7 Prozent auf 3,68 Euro am stärksten zu, gefolgt von REC (+0,4 Prozent, 0,28 Euro) und Motech Industries (+0,3 Prozent, 0,99 Euro) sowie Vestas mit einem Plus von 0,12 Prozent auf 9,63 Euro. Über EDP Renováveis wurde bekannt, dass das Unternehmen einen über 20 Jahre währenden Strom-Liefervertrag mit der US-Firma Indiana Michigan Power unterzeichnen konnte. Der Vertrag beinhaltet den die Stromabnahme aus einem 200 Megawatt (MW) Windpark in Indiana. Die Solarwerte von JA Solar (-9,4 Prozent, 4,80 Euro), First Solar (-6,0 Prozent, 34,79 Euro) und Trina Solar (-5,8 Prozent, 4,05 Euro) waren heute bisher die größten Verlierer im RENIXX World. Im DAX verlieren aktuell bis auf die beiden Energieversorger E.ON (+0,8 Prozent, 12,99 Euro) und RWE (+0,3 Prozent, 26,21 Euro) alle Werte. Größter Verlierer ist Thyssenkrupp mit einem Minus von 3,1 Prozent (14,37 Euro). Meldungen zufolge hat das Unternehmen Probleme in seinem verlustreichen Stahlwerk in Brasilien, was den Verkauf der Anlage behindern könnte.

Ölpreise verlieren heute wieder einheitlich

Nachdem sich die Ölpreise gestern unterschiedlich entwickelten, fielen die Preise der Sorten WTI und Brent heute einheitlich. Die Sorte WTI kostet aktuell 95,7 US-Dollar/Barrel (-0,5 Prozent) und ein Barrel der Marke Brent 103,1 US-Dollar (-0,4 Prozent). Die Preise für Diesel und Benzin dümpeln in dieser Woche vor sich hin. Diesel kostete gestern gegenüber dem Dienstag um 0,43 Prozent weniger (1,40 Euro pro Liter) und bei Super E10 bleibt exakt gleich bei 1,56 Euro pro Liter. Diesem Trend schließt sich auch der Preis für einen Liter Heizöl an und legte um 0,4 Prozent auf 81,7 Cent/Liter (inkl. MWSt, bei Abnahme von 3.000 Litern) zu. Der Preis für deutschen Grundlaststrom nimmt leicht um 0,3 Prozent zu und erreicht im day-ahead-Handel heute 2,916 Cent/kWh. Zertifikate zum Ausstoß von einer Tonne CO2 verteuerten sich gestern um 7,5 Prozent auf 4,47 Euro pro Tonne CO2, was sich heute fortsetzt mit einem Plus von 2 Prozent auf 4,56 Euro pro Tonne CO2.

Windenergieanlagen liefern rd. 8.500 MW

Am Mittag wurden knapp 16.000 MW Strom von Solarenergieanlagen prognostiziert, diese Leistung nimmt im Tagesverlauf wieder langsam ab. Die Windenergieanlagen in Deutschland liefern mit 8.500 MW heute Mittag erheblich mehr Kapazität als in den vergangenen Tagen. Die 24.500 MW aus erneuerbaren Energien decken somit die Spitzenlast ab. Konventionelle Kraftwerke liefern den Rest von knapp 41.000 MW, was eine Reduzierung gegenüber der letzten Tagen bedeutet.


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