16.08.2013, 16:20 Uhr

Mini-Blockheiz-Kraftwerke boomen in Nordrhein-Westfalen

Eschborn – Das vor mehr als einem Jahr aufgelegte Förderprogramm für Mini-Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Anlagen hat bereite zu einem Boom bei Mini-Blockheiz-Kraftwerken in Nordrhein-Westfalen (NRW) geführt. Seit dem Startschuss am 01. April 2012 sind 4.270 Anlagen bezuschusst worden. Davon steht mit 1.006 Anlagen oder 23 Prozent der Löwenteil an Rhein und Ruhr, wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kürzlich mitteilte.

Von der Gesamtsumme der Förderung, die zum Stichtag 9 Mio. betrug, ist knapp über zwei Mio. auf das bevölkerungsreichste Bundesland entfallen. An dem gesamten Leistungszuwachs von 18,94 Megawatt (MW) macht NRW 4,2 MW bzw. 22 Prozent aus. Auf Platz zwei folgt Niedersachsen (3,19 MW, 521 Anlagen, 1,2 Mio. Euro) und dahinter Bayern (2,8 MW, 665 Anlagen, 1,38 Mio. Euro).

Mehrere Leistungsklassen zum Einsatz gekommen

In Bezug auf die Leistungsklassen ergibt sich bundesweit ein nahezu homogenes Bild der geförderten Anlagen. 12,5 Prozent dieser Mini-BHKW-Anlagen weisen eine elektrische Leistung unter drei Kilowatt (kW) auf, 47,5 Prozent liegen im Leistungsbereich 3,1 bis zehn kW und 40,1 Prozent im Segment 10,1 bis 20 kW. Die Anlagen werden vor allem in Wohngebäuden, Altenheimen, Hotels, Schulen und kleineren Gewerbeeinheiten eingesetzt.

Förderung bringt Schwung in die Wirtschaft

Die Förderhöhe ist abhängig von der elektrischen Leistung der installierten Mini-KWK-Anlage und beginnt bei 1.500 Euro für eine Mikro-BHKW-Anlage mit einem kW. Maximal kann die Fördersumme 3.500 Euro für ein Mini-BHKW mit 20 kW.

Den bewilligten Fördergeldern stehen 40,62 Millionen Euro an direkten Gesamt-Investitionen im BHKW-Bereich und über 72,94 Millionen Euro an gesamtvolkswirtschaftlich dadurch ausgelösten Investitionen gegenüber. Das bedeutet, dass pro Euro an staatlicher Förderung über 4,5 Euro im BHKW-Bereich und sogar über 8,1 Euro gesamtvolkswirtschaftlich ausgelöst wurden.

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