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21.08.2013, 16:30 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Studie: Solarindustrie wird ab 2014 wieder Fahrt aufnehmen

Englewood, USA – Das Marktforschungsunternehmens IHS prophezeit eines nahes Ende des weltweiten Ungleichgewichts entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Solarindustrie. In einer neuen Studie wird für 2014 ein Anstieg der Investitionen von Photovoltaik-Herstellern in ihr Produktionsequipment um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund drei Mrd. Euro erwartet. Als Treiber des Aufschwungs werden jedoch weniger die etablierten PV-Regionen Europa, USA und China gesehen.

Verlagerung der Produktionskapazitäten
Die bestehenden Überkapazitäten konzentrierten sich weitgehend auf diese Märkte, die voraussichtlich bis 2017 weiterhin einen moderaten Negativtrend erleben werden. Vielmehr wird von einer zunehmenden Verlagerung von Produktionskapazitäten in die Wachstumsmärkte Südamerika, Afrika und den mittleren Osten ausgegangen. 2013 stiegen die Investition dort um beachtliche 23 Prozent, bis 2017 wird mit durchschnittlich 40 Prozent gerechnet. Die dort produzierte Kapazität werde damit in vier Jahren von knapp 7,9 Gigawatt (GW) auf 11 GW steigen.

Neben einer regionalen Verlagerung wird nach Angaben von IHS auch eine Produktdifferenzierung in der Branche zu beobachten. Die Hersteller in etablierten Märkten versuchten zunehmend auf höhere Effizienz bei geringeren Produktionskosten zu kommen, indem sie ihre Anlagen aufrüsten. Schwerpunkte könnten hierbei die Wafer-Produktion aus kristallinem Silizium sowie Produktionsanlagen für Solarzellen und Photovoltaik-Module sein.

Steigende Nachfrage bei Endprodukten kommt zusätzlich
In einer anderen Studie von Lux Research wird erwartet, dass sich der Preisdruck wegen eines Nachfrageanstiegs auf dem Markt für Solarmodule bis 2015 deutlich reduzieren wird. Dann werden die Überkapazitäten auf dem Markt auf verträgliche sechs GW geschrumpft sein. Die Nachfrage soll in den kommenden zwei Jahren nämlich einen großen Sprung von aktuell 35,1 GW auf dann 51,9 GW machen. Dann allerdings verringert sich das Wachstumstempo: Für 2018 wird eine Nachfrage von 61,7 GW erwartet.

„Kernfrage für den globalen PV-Markt ist, in welchem Umfang Zubauten auf den neuen Märkten Wachstumsrückgänge in den reiferen Solarmärkten in Europa (über-)kompensieren“, heißt es in einer Studie der NordLB. In Japan nahm der Zubau mit zwei GW im letzten Jahr so viel Tempo auf, dass die Regierung sich zu regulierenden Eingriffen gezwungen sah. Trotzdem wird im Land der aufgehenden Sonne mit einem Zubau von vier bis fünf GW allein in 2013 gerechnet. Indien will bis Ende 2017 eine Kapazität von zehn GW vorweisen. Nennenswertes Potenzial bieten auch Australien und Saudi-Arabien.

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