18.11.2013, 09:05 Uhr

Japan: Riskante Bergung der Fukushima-Brennstäbe beginnt

Fukushima – Am Montag startet Tepco die umstrittene Bergung der Brennstäbe aus Reaktorgebäude 4. Das Reaktorgebäude wurde durch eine Wasserstoffexplosion während des Erdbebens 2011 schwer beschädigt.

Unter Aufsicht der japanischen Atomaufsichtsbehörde (NRA) sollen die rund 1500 Brennstäbe aus dem Abklingbecken in 30 Metern Höhe entfernt werden. Nach Angaben der Behörde gelten sie neben dem verseuchten Wasser als die größte Gefahrenquelle auf dem Reaktorgelände.

Hochriskantes Manöver

Mitglieder der NRA werden die Bergung engmaschig überwachen. Die Aktion folgt einem strengen Ablaufplan der Behörde, welche größtmögliche Sicherheit während des Manövers gewährleisten soll. Zuvor wurde Kritik an Tepcos Vorhaben laut, da der genaue Zustand der Brennelemente nicht abschließend geklärt werden konnte. Eine Bergung beschädigter Brennstäbe berge ein unkalkulierbar hohes Risiko. Nach Angaben von Experten stecke in den Brennstäben die 14.000fache Strahlungsmenge der Hiroshima-Bombe.

Ungeachtet dessen plant Tepco, mittels eines ferngesteuerten Roboters die Brennstäbe zunächst in Transportbehälter zu verladen und diese mit einem Brückenkran aus dem Becken zu heben. Anschließend sollen die Behälter in einem speziell ausgerüsteten Gebäude gelagert werden.


© IWR, 2013