17.02.2014, 11:49 Uhr

USA: Erster Offshore-Windpark an der Westküste in Planung

Portland, USA – In den USA ist der Startschuss für das erste Offshore-Projekt an der Westküste gefallen. Während an der Ostküste schon länger Planungen für die Errichtung von Offshore-Windparks laufen, geht im Westen nun der Bundesstaat Oregon voran. Das Potenzial für die Zukunft ist laut US-Behörden riesengroß.

US-Innenministerin Sally Jewell verkündete, dass das Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) eine Entwicklungs-Genehmigung für ein Offshore-Projekt vor der US-Westküste an das Planungsunternehmen Principle Power erteilt hat. An der Pressekonferenz nahmen auch der Direktor des BOEM Tommy P. Beaudreau sowie der Gouverneur des Bundesstaates Oregon John Kitzhaber teil.

Genehmigung umfasst 30 MW-Pilotprojekt

Die Genehmigung betrifft ein Pilotprojekt mit einer geplanten Leistung von 30 Megawatt (MW). Dabei sollen schwimmende Offshore-Windenergieanlagen zum Einsatz kommen. Die Errichtung der Anlagen plant der Projektentwickler Principle Power in Bundesgewässern von Coos Bay vor der Küste Oregons. „Diese Entscheidung markiert einen Meilenstein in der Nutzung regenerativer Energien auf dem Ozean und ist zugleich ein großer Schritt für uns um unsere Energie- und Emissionsreduktionsziele zu erreichen“, sagte Gouverneur Kitzhaber.

Bislang hatten die Bundesbehörden lediglich für Projekte an der Ostküste Genehmigungen erteilt. Zu nennen sind dabei Cape Wind in Nantucket und ein Areal vor der Küste Delawares sowie drei Projekte vor Massachusetts-Rhode Island und Virginia. Weitere Ausschreibungen für Offshore-Flächen vor den Küsten Marylands, New Jerseys und Massachusetts sind für 2014 noch in Planung.

Riesiges Offshore-Potenzial an der Westküste

Die US-Bundesbehörden gehen von einem riesigen Offshore-Potenzial an der Westküste der USA aus. Vorliegenden Zahlen zufolge rechnet das National Renewable Energy Laboratory derzeit mit einen Offshore-Windpotenzial von mehr als 800 Gigawatt (GW). Dies entspräche mehr als drei Vierteln der derzeitigen Stromerzeugungskapazität der gesamten USA. Insgesamt wird das sogenannte “deepwater wind energy resource potential” auf 2.000 GW geschätzt.

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