19.02.2014, 09:59 Uhr

Festakt: Forwind forscht seit zehn Jahren für die Windenergie

Oldenburg - Die Forschung zur Windenergie bündeln und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik fördern: So lautete das Ziel, mit dem im Jahr 2004 das Zentrum für Windenergieforschung Forwind an den Start gegangen ist.

Neun Forschergruppen der Universitäten Oldenburg und Hannover schlossen sich seinerzeit zusammen. 2009 trat auch die Universität Bremen dem Zentrum bei. Inzwischen gehören Forwind an den drei Standorten insgesamt 28 Arbeitsgruppen mit fast 300 Mitarbeitern an. Sie betreiben ingenieurwissenschaftliche und physikalische Forschung in allen Bereichen der Windenergie. Das zehnjährige Bestehen dieses Forschungsnetzwerks wurde nun gefeiert.

Spitzenstandort für die Windenergieforschung

In einem Festakt im Hörsaalzentrum der Universität Oldenburg wurden zahlreiche Gäste begrüßt, darunter die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajic (Bündnis 90/Die Grünen). "Der Forschungsverbund ForWind liefert bedeutende Impulse für die Zukunft der erneuerbaren Energien", erklärte Heinen-Kljajic. "Mit seinem starken internationalen Engagement und den engen Kooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie hat Forwind dazu beigetragen, dass sich der Nordwesten zu einem Spitzenstandort für die Windenergieforschung entwickelt hat."

Fester Platz in nationaler und internationaler Forschungslandschaft

Zehn Jahre nach seiner Gründung hat Forwind einen festen Platz in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft. So arbeiten seine Wissenschaftler beispielsweise in Forschungsprojekten zu den großen Offshore-Windparks "Alpha Ventus", "EnBW Baltic 1" oder "BARD Offshore 1" und wirken als Experten in zahlreichen Fachgremien mit. Gemeinsam mit dem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) gründete Forwind im vergangenen Jahr den "Forschungsverbund Windenenergie" mit über 600 Wissenschaftlern.

Testeinrichtungen, Labore und ein neuer Windkanal

Neben zahlreichen Forschungsprojekten baute Forwind kontinuierlich seine Infrastruktur aus: 2012 wurde der Grundstein für das weltweit einmalige "Testzentrum für Tragstrukturen" an der Universität Hannover gelegt. In der rund 20 Meter hohen Versuchshalle werden die Bedingungen auf hoher See simuliert und Komponenten von Offshore-Windenergieanlagen erprobt. Ziel ist es, die Lebensdauer von Windenergieanlagen zu verlängern, die Produktionskosten zu senken und die Tragstrukturen noch sicherer zu machen. Das Investitionsvolumen des Testzentrums beläuft sich auf etwa 25 Millionen Euro.

In Oldenburg berechnen die Forscher u.a. der Umströmung von Rotorblättern und ganzer Windenergieanlagen sowie der Strömung innerhalb von Windparks. Den Bau eines Forschungslabors für Turbulenzen und Windenergiesysteme an der Universität Oldenburg befürwortete der Wissenschaftsrat 2012. Herzstück des 2.300 Quadratmeter großen und rund 21 Millionen teuren Neubaus wird ein Windkanal sein, in dessen langer Messstrecke u.a. das Zusammenspiel von mehreren Windenergieanlagen im Verbund experimentell untersucht werden soll. Die Messungen tragen dazu bei, die Effizienz von Windparks zu steigern und technische wie finanzielle Risiken zu vermeiden.

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