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17.03.2014, 09:35 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Spatenstich beim Geothermie-Kraftwerk Taufkirchen: Aigner geht von stabilen EEG-Sätzen aus

Münster/ Grünwald / Ascheberg – Der Hochbau des Geothermie-Kraftwerks Taufkirchen in Bayern ist mit dem symbolischen Spatenstich eingeläutet worden. Das Kraftwerk soll nach derzeitiger Planung noch im Winter 2014 in Betrieb gehen.

Im Jahr 2015 soll das Kraftwerk die Gemeinden Oberhaching und Taufkirchen im oberbayerischen Landkreis München mit Strom und Wärme beliefern. Bereits seit Dezember letzten Jahres erfolgt die Einspeisung von Wärme in die Fernwärmenetze der Gemeinden über eine provisorische Installation. Beim symbolischen Spatenstich sprach Bayerns Wirtschaftsministeren Ilse Aigner (CSU) auch über die EEG-Pläne für die Geothermie.

Aigner spricht von unveränderten EEG-Vergütungen für Geothermie

Die Daldrup & Söhne AG und die Projektgesellschaft Geoenergie Taufkirchen, an der die Daldrup & Söhne AG rund 75 Prozent hält, haben Anfang des Jahres mit dem Hochbau des Geothermie-Kraftwerks in Taufkirchen begonnen. Nun sind Vertreter der Gesellschafter und Politiker zum symbolischen Spatenstich zusammengekommen. Herausragender Gast bei der Zeremonie war Ilse Aigner. In ihrer Ansprache betonte die Politikerin die Vorteile der Geothermie, zu der u.a. ihre Grundlastfähigkeit und Zuverlässigkeit gehören. Mit Blick auf die anstehende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), im Zuge derer die durchschnittlichen Vergütungssätze für EE-Strom bedeutend reduziert werden sollen, ließ Aigner verlauten, dass sich die Vergütungen für die Geothermie „nach heutigem Stand“ im neuen EEG nicht verändern werden.

18.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen
Die Tiefbohrungen für das Kraftwerk waren im Spätsommer 2012 mit der Fündigkeit von 135 Grad heißem Wasser und einer Schüttung von 120 Litern in der Sekunde abgeschlossen worden. Die installierte Leistung der Geo-Kraftwärmekopplungsanlage beträgt rund 35 Megawatt (MW) thermisch und ca. 4,3 MW elektrisch. Das Geothermie-Kraftwerk, das noch Ende dieses Jahres in Betrieb gehen soll, wird damit als wärmegeführtes Stromprojekt jährlich zu einer Wärmeproduktion von 76 Mio. Kilowattstunden (kWh) und einer Stromproduktion von 26 Mio. kWh kommen. Im Vergleich zu konventioneller Strom- und Wärmeproduktion werden so rund 18.000 t CO2 pro Jahr eingespart.

Mit diesem Kraftwerk errichtet die Daldrup & Söhne AG, Spezialist für Bohr- und Umweltdienstleistungen, Tiefengeothermie-Kraftwerksprojekte sowie Kraftwerksbetreiber, eine der modernsten Kraft-Wärme-Kopplungs-Geothermieanlagen in Europa.

Weitere Infos und Meldungen zum Thema:

Augsburger Ingenieure entwickeln Innovation im Geothermie-Sektor
Daldrup erhöht Anteil am Geothermie-Kraftwerk Landau auf 90 Prozent
Zur Aktie der Daldrup & Sohne AG
Die Technik der Geothermie im Überblick
© IWR, 2014







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