IWR-Start | News | Windenergie | Offshore Windenergie | Solarbranche | Bioenergie | Energiejobs | Intern.

Top 50 Firmen | RENIXX World | Politik | Termine | Messen | Newsletter | | |
 
26.09.2014, 08:09 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

UN-Klimagipfel in New York: Hendricks zieht positive Bilanz

Berlin/New York – Der UN-Sondergipfel zum Klimaschutz in New York war auch trotz Abwesenheit von Kanzlerin Angela Merkel offenbar ein voller Erfolg. Zumindest Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zeigte sich erfreut über die positiven Signale, die die Länder sendeten.

Insgesamt 120 Staatsoberhäupter waren dem Aufruf des Generalsekretärs Ban Ki-Moon gefolgt. Mit der Einschätzung, dass gehandelt werden muss und vielen Appellen endeten aber schon die Gemeinsamkeiten. Von einem Erfolg auf der UN-Klimakonferenz in Paris im Jahr 2015, auf der ein Abkommen unterzeichnet werden soll, dass 2020 in Kraft tritt, ist die Weltgemeinschaft aber noch Lichtjahre entfernt.

Hoffnung auf Klimaschutz - Länder senden positive Signale

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat ein positives Fazit nach dem UN-Klimagipfel in New York gezogen. "Nur durch eine umfassende Partnerschaft von Industrie- und Entwicklungsländern, von Wirtschaft und Zivilgesellschaft kann es gelingen, die Menschheitsfrage des Klimaschutzes zu lösen. Der von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon einberufene Gipfel hat Hoffnung gemacht, dass dies gelingen kann", sagte Hendricks in New York.

Die Länder, die einen großen Teil zu den Treibhausgasemissionen beitragen, haben in New York zugesagt, dass sie bis zum Klimagipfel in Paris Anfang 2015 ihre Klimaziele für die Zeit nach 2020 vorstellen werden. Zu diesen Ländern gehören auch China und die USA. "Darüber hinaus gab es ermutigende Signale, etwa von Frankreich, Mexiko, Dänemark, der Schweiz und Korea, die mich zuversichtlich machen, dass der Grüne Klimafonds noch vor der Klimakonferenz in Lima Ende dieses Jahres substantiell aufgefüllt wird", so Hendricks weiter.

Waldschutz – ein wichtiges Thema
Auch in Bezug auf Waldschutz zeigt sich Hendricks sehr erfreut über die "New York Declaration on Forests". Dies ist ein Zusammenschluss von Regierungen, Unternehmen, zivilgesellschaftlichen, indigen Verbänden und multilateralen Organisationen. Er soll dazu beitragen, die Entwaldung bis 2030 zu beenden und entwaldungsfreie Lieferketten aufzubauen. "Das wird die Nachfrage nach Rohprodukten wie Palmöl, Soja, Rindfleisch und Holz steigern, die nachweislich so gewonnen werden, dass keine Entwaldung mehr damit einhergeht. So werden gezielt Anreize für die Vermeidung von Entwaldung gesetzt", sagte Hendricks.

Hendricks sieht Deutschland als Vorzeigeland

Deutschland genießt weiterhin seine Position als Vorreiter im Klimaschutz. Hendricks: "Ich habe auf dem Gipfel Deutschlands Schritte in Richtung einer klimafreundlichen Transformation unserer Volkswirtschaft vorgestellt und bin dabei auf sehr positives Echo gestoßen: die deutsche Energiewende, unsere mittel- und langfristigen Klimaschutzziele und unseren Beitrag zur Klimafinanzierung, insbesondere den im Juli angekündigten Beitrag zum Grünen Klimafonds von bis zu 750 Millionen Euro wurden mehrfach als beispielhaft gewürdigt."

Drei neue klimapolitische Entscheidungen der Bundesregierung stießen auf besonders positive Zustimmung. Dazu gehörte auch das Anstoßen des Prozesses zur Ratifizierung der zweiten Verpflichtungsperiode (2013 - 2020) des Kyoto-Protokolls (IWR Online berichtete).

Außerdem entschied sich Deutschland dazu, die überschüssigen Emissionsrechten aus dem Kyoto-Protokoll, die Deutschland durch eine Übererfüllung seiner Pflichten erreicht, zu löschen. Hebndricks: "Damit verhindern wir, dass zusätzliche Klimaschutzanstrengungen in Deutschland verpuffen, indem die Zertifikate anderswo auf der Welt genutzt werden und zu zusätzlichem Treibhausgasausstoß führen."

Die dritte Entscheidung liegt darin, eine kritischere Haltung gegenüber Kohleprojekten einzunehmen. Hendricks: "Wir müssen die globale Energieversorgung bis Mitte dieses Jahrhunderts fast vollständig vom Einsatz der Kohle loslösen. Jeder Neubau von Kohlekraftwerken muss daher kritisch überprüft werden. In der klima- und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit werden wir keine Finanzierung für Neubauten mehr zur Verfügung stellen und die Modernisierung laufender Kohlekraftwerke in diesem Zusammenhang nur noch eingeschränkt und nach klar definierten Kriterien finanzieren. Damit schließt sich die Bundesregierung der Initiative mehrerer Industriestaaten und Banken an."

Weitere Nachrichten und Infos rund um das Thema Klimaschutz:

Klimaschutz: Bundesregierung stellt Weichen für Ratifizierung des Kyoto-Protokolls
Warum fährt Merkel nicht zum Klimagipfel?
Investieren statt begrenzen – Infos über den CERINA-Klimaschutzplan
CERINA-Plan: Neuer Weg zum globalen Klimaschutz
© IWR, 2014







Meldung drucken | E-Mail: Artikel empfehlen
 

IWR-Newsticker Erneuerbare Energien:
Anzeige


Firma   -im Profil-



Produkte   -Anzeige-
27.07.2016 - Tesla eröffnet "Gigafactory" lange vor Fertigstellung
27.07.2016 - Ballard Power holt strategischen Investor ins Boot
27.07.2016 - Neuer Laufzeitrekord für Silizium-Luft-Batterie
27.07.2016 - RENIXX klettert nach oben: SMA, Sunpower und SMA an der Spitze – Nordex profitiert von US-Großauftrag
27.07.2016 - Windwärts und Trianel mit neuen Windparks in Deutschland
27.07.2016 - Solarworld-Tochter soll 793 Millionen Dollar zahlen
27.07.2016 - Nordex bekommt Windpark-Großauftrag aus Texas
27.07.2016 - Zu viele alte Heizungen - keine Wärmewende in Sicht
27.07.2016 - RENIXX-Check: Freundlich – Meyer Burger, China Longyuan und Nordex gefragt – Gamesa gewinnt Neukunden
27.07.2016 - Stromspeicherung: Forscher erreichen Effizienzsprung durch neuartige Membran
 
Klima-News
26.07.2016 - Umweltministerium startet Praxistest Solarthermie: 6 aus 6.500
25.07.2016 - Klimawandel: NASA erwartet neue globale Rekorde
20.07.2016 - EU gibt Klimaziele vor: Deutschland stark gefordert – Brexit-Folgen unklar
20.07.2016 - UN-Kritik an deutscher Klimapolitik
19.07.2016 - Deutsche Hilfe für energieeffiziente Eco-Cities in China
18.07.2016 - Brexit: Ministerium für Energie und Klima wird geschlossen
 
Veranstaltungs-News
27.07.2016 - EEG 2016: Details zu den Ausschreibungen für Erneuerbare Energien
27.07.2016 - Ostwind eröffnet Wald-Windpark
25.07.2016 - RENAC’s Green Energy Summer School: Overview of Renewable Energy Technologies
20.07.2016 - UN-Kritik an deutscher Klimapolitik
19.07.2016 - eno energy lädt zur "Rostock Wind 2016"
18.07.2016 - E.ON beteiligt regionale Firmen an Offshore-Windpark Arkona

 

Business- und Wirtschaftsthemen Erneuerbare Energien

  

Suche in IWR - Newsticker Original-Pressemitteilungen Produkte Firmenprofile



© IWR - Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien
Energie Business Verbund
Presse IWR-Pressedienst.de | Marketing Firmen | Stellen Energiejobs.de | Messen Energiekalender.de |
Energiethemen- und Branchenverbund
iwr.de |Windbranche.de | Offshore-Windenergie | ISolarbranche.de | Bioenergie-Branche |Solardachboerse.de |RenewablePress.com | RenewableEnergyIndustry | Windindustry | Offshore-Windindustry | Energiefirmen | Energiespeicher | Energieeffizienz

 
>> zurück
 
Home-IWREnglishWindenergieSolarenergieWasserkraftBioenergieGeoenergieEmail/Kontakt