13.10.2014, 08:37 Uhr

Arcadis Ost: Neuer Ostsee-Offshore-Windpark ist genehmigt

Stralsund – Wie die staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern bekannt gegeben haben, ist nun der neue Offshore-Windpark Arcadis Ost 1 genehmigt worden. An dem Projekt beteiligt sich unter anderem auch Nordex, obwohl der Hamburger Windenergieanlagen-Hersteller selbst keine Anlagen für Offshore-Windparks baut.

Die Genehmigung für den Bau des Offshore-Windparks Arcadis Ost 1, der in der deutschen Ostsee knapp 20 Kilometer nordöstlich von Rügen entstehen soll, ist erteilt. Nun geht es in die heiße Phase für den Investor KNK Wind aus Frankfurt, der die Planungen vorantreibt. Hinter KNK Wind stecken Versorger aus Deutschland und Österreich sowie der Windenergieanlagen-Hersteller Nordex.

Leistungsstärkste Windkraftanlagen in deutschen Gewässern

Windpark Arcadis Ost 1 soll aus 58 Anlagen mit jeweils sechs Megawatt (MW) Leistung bestehen. Insgesamt wird der Windpark somit eine Leistung von 348 MW haben. Das gesamte Projekt kostet Medienberichten zufolge über eine Milliarde Euro. Die Finanzierung soll bis 2015 stehen, sagte Tilo Vogdt, Geschäftsführer der KNK Wind GmbH. Zum Einsatz kommen im Projekt Arcadis Ost 1 speziell für den Offshore Einsatz entwickelte Windenergieanlagen der Firma Alstom vom Typ Haliade 150. Diese haben eine Nabenhöhe von etwa 100 Metern und einen Rotordurchmesser von 150 Metern. Sie wären nach derzeitigem Stand die leistungsstärksten Windkraftanlagen in der deutschen Nord- und Ostsee, ergänzte Vogdt.

Umspannplattform auch genehmigt

Die Anlagen sollen bis Ende 2018 fertiggestellt worden sein. Darüber hinaus ist noch der Bau einer Umspannplattform vorgesehen, die den Netzanschluss zum Festland sicherstellt. Für die Umspannplattform und die elektrotechnische Erschließung wurde im selben Verfahren auch die Genehmigung erteilt.


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