14.11.2014, 12:05 Uhr

Brennstoffzellen: ZSW erweitert Test-Infrastruktur

Ulm – Das Zentrum für Sonnenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Ulm baut die Testinfrastruktur für die Entwicklung von Brennstoffzellen weiter aus. Ein neuer Testplatz ist geplant, an dem die Bauteile von sogenannten Polymerelektrolyt-Brennstoffzellen weiterentwickelt werden sollen.

Polymerelektrolyt-Brennstoffzellen oder Protonenaustauschmembran-Brennstoffzellen (PEMFC) zählen zu den Niedrigtemperatur-Brennstoffzellen und gelten als vielversprechend in mobilen Anwendungen oder stationär in Rahmen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). An den neuen Testeinrichtungen des ZWS beteiligt sich auch die Landesregierung in Baden-Württemberg finanziell.

Elektroden, Membranen und Katalysatoren weiterentwickeln

Das ZSW plant einen Testplatz, mit dem die funktionellen Bauteile wie Elektroden, Membranen und Katalysatoren von PEMFC-Brennstoffzellen untersucht und verbessert werden können. Ziel ist es, Qualität und Haltbarkeit der Zellen zu verbessern. So sollen zuverlässige und bezahlbare Brennstoffzellen für verschiedene Einsatzbereiche wie PKWs, LKWs, Busse, Straßenbahnen, Schiffe, stationäre KWK-Anlagen sowie Kleingeräte entwickelt werden, teilte das Wirtschaftsministerium in Baden-Württemberg mit. Mit der neuen Anlage werde das ZSW seine Expertise als Brennstoffzellen-Forschungsinstitut weiter ausbauen können. Das Ministerium hat eine Förderung in Höhe von 180.000 Euro zum Aufbau dieser Testinfrastruktur bewilligt.

Ergebnisse kommen kleinen und mittelständischen Unternehmen zugute

"Die Brennstoffzellen-Technologie hat großes Potenzial, sich zu einer Schlüsseltechnologie für nachhaltige Mobilität und Energieversorgung zu entwickeln“, sagte Minister Schmid. „Die wirtschaftsnahe Forschung außerhalb der Universitäten trägt erheblich zur Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Land bei. Die Ergebnisse kommen auch kleinen und mittelständischen Unternehmen zugute, dafür sorgen wir beispielsweise mit einer KMU-Prämie. Einrichtungen wie das ZSW stärken damit den Wirtschaftsstandort.“

Neben öffentlichen Aufträgen sind auch Aufträge aus der freien Wirtschaft das Kerngeschäft des Instituts. Die Innovationsallianz der Baden-Württemberg, ein Verbund aus zwölf unabhängigen Instituten, zu dem auch das ZSW zählt, erhält jährlich etwa 2.200 Industrieaufträge und 500 öffentliche geförderte Aufträge.

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