IWR-Start | News | Windenergie | Offshore Windenergie | Solarbranche | Bioenergie | Energiejobs | Intern.

Top 50 Firmen | RENIXX World | Politik | Termine | Messen | Newsletter | | |
 
03.12.2014, 15:39 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Bundesregierung schnürt Klimapaket

Berlin – Die Bundesregierung hat einen Plan beschlossen, mit dem die Klimaschutzziele bis 2020 erreicht werden sollen. Dazu hat das Kabinett nun das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 verabschiedet. Laut Umweltministerin Hendricks ist es das „umfangreichste Maßnahmenpaket, das je eine Bundesregierung zum Klimaschutz vorgelegt hat." Wissenschaftler und die Energiewirtschaft halten die Maßnahmen allerdings nicht für ausreichend.

Deutschland setzt sich das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zum Jahr 1990 um 40 Prozent zu reduzieren. Wenn neben der Energiewende in Zukunft keine weiteren Maßnahmen unternommen würden, so könnte gerade einmal eine Reduzierung von 32 bis 35 Prozent erreicht werden. Um diese Lücke auf 40 Prozent zu schließen, wurde das Klimapaket nun auf den Weg gebracht. Es setzt insbesondere auf Energieeffizienz und Einsparungen bei der Stromerzeugung.

Einsparungen vor allem durch mehr Energieeffizienz
Mit diesem Klimapaket sollen zusätzlich zwischen 62 und 78 Millionen Tonnen an Kohlendioxid eingespart werden können. Zu den wichtigsten Punkten dieses Klimapakets gehören Einsparungen von 25 bis 30 Millionen Tonnen CO2 im Bereich der Energieeffizienz. Diese Einsparungen, die im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) des Wirtschaftsministeriums zusammengefasst sind, sollen vor allem durch energetische Sanierungen und bessere Dämmungen realisiert werden. Aus diesem Grund wird das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der KfW Förderbank um 200 Mio. Euro auf insgesamt zwei Mrd. Euro pro Jahr aufgestockt. Gleichzeitig sollen mit der steuerlichen Förderung von energetischen Gebäudesanierungen zusätzliche Zielgruppen erschlossen werden. Vorgesehen ist hierfür ein Volumen von eine Milliarde Euro pro Jahr bis 2019.

Kraftwerke, Verkehr und Landwirtschaft ebenfalls in der Pflicht

Die Vereinbarungen betreffen allerdings auch die Kraftwerke. Hier sollen zusätzlich 22 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, wie bereits Ende November bekannt wurde. Zudem sollen vor allem durch steuerliche Abschreibungen im gewerblichen Bereich beim Kauf von Elektroautos die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich um sieben bis zehn Millionen Tonnen reduziert werden. Dazu kommen noch Maßnahmen zur Minderung nicht energiebedingter Emissionen in Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Abfallwirtschaft (3 bis 7,7 Millionen Tonnen) sowie in der Landwirtschaft (circa 3,6 Millionen Tonnen).

Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) sollen insgesamt 390 bis 460 Petajoule (PJ) Energie eingespart werden, das entspricht etwa dem Energieverbrauch von Bremen und Thüringen. Mit den Maßnahmen des NAPE können bis 2020 zusätzliche Investitionen von mehr als 80 Mrd. Euro angestoßen werden, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Forschung: Einsparungen zu knapp bemessen
„Die Initiative der Bundesregierung ist ein wichtiger Schritt und liefert einige Ansätze. Das Klimaziel 2020 wird dadurch aber noch nicht erreicht“, kommentiert Damian Ludewig, Geschäftsführer des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS). „Insgesamt greift das „Aktionsprogramm Klimaschutz“ zu kurz, weil die geplanten Einsparungen an Treibhausgasemissionen zu knapp bemessen und vor allem noch nicht ausreichend mit konkreten Maßnahmen untermauert sind“.

"Die heutigen Entscheidungen des Bundeskabinetts stellen leider noch keinen echten Durchbruch dar. Die zentralen energiepolitischen Herausforderungen wie insbesondere eine effektive CO2-Minderung in Europa und berechenbare Perspektiven für dringend notwendige Investitionen in einen hochmodernen konventionellen Kraftwerkspark bleiben ungelöst", erklärt Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) begrüßt allerdings die vom Bundeskabinett beschlossene Einführung steuerlicher Vergünstigungen für Maßnahmen zum Einsatz erneuerbarer Wärme in Wohngebäuden und zur Steigerung der Energieeffizienz. „Wer CO2 einspart, darf Steuern sparen. Dieser Anreiz liegt nahe und wird hoffentlich helfen, die Energiewende auch im Wärmesektor einzuläuten. Wir hoffen, dass damit der Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern endlich aufgelöst wird“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2014

Weitere News und Infos zum Thema:
Gabriel will jetzt doch bei Kohlekraftwerken einsparen
Deutschland will Ressourcen-Effizienz-Weltmeister werden
Alternativer Klimaschutz: Investieren statt begrenzen mit dem CERINA-Plan
Die Top 100 Firmen der Energiewende







Meldung drucken | E-Mail: Artikel empfehlen
 

IWR-Newsticker Erneuerbare Energien:
Anzeige


Firma   -im Profil-



Produkte   -Anzeige-
24.03.2017 - BYD verkauft mehr Elektroautos als Tesla und BMW
24.03.2017 - Weltgrößte künstliche Sonne steht in NRW
24.03.2017 - Börse: RENIXX und Dax kommen nicht voran – Meyer Burger stark – RWE-Aktie hochgestuft – Elektromobilitäts-IPO geglückt
24.03.2017 - Spanier gewinnen Offshore-Ausschreibung in den USA
24.03.2017 - Innogy verbannt Diesel und Benziner aus dem Fuhrpark
24.03.2017 - Markt für Brennstoffzellen-Heizungen im Keller wächst
24.03.2017 - PNE Wind beschließt Dividende
24.03.2017 - Börse: RENIXX rauf – Ja Solar, Plug Power und Ballard Power ganz oben – höhere Kursziele für RWE und Innogy
24.03.2017 - Envitec liefert erstmals Biogas für Tankstelle in China
24.03.2017 - Canadian Solar schrumpft bei Umsatz und Profit
 
Klima-News
22.03.2017 - Alarmierende arktische Hitzewellen im Jahr 2016
16.03.2017 - Deutschland scheitert beim Klimaschutz
15.03.2017 - Merkel bremst Erwartungen an Kohleausstieg
13.03.2017 - Was auf der Klimakonferenz in Bonn geplant ist
01.03.2017 - EU-Umweltminister wollen Emissionshandel modernisieren
01.03.2017 - Europäer befürworten Biokraftstoffe
 
Energiespar-News
22.03.2017 - EWE baut strategische Energieeffizienz-Aktivitäten aus
22.03.2017 - Neue Energielabel bringen das Ende von A+++
13.03.2017 - Deutsche Umwelthilfe kritisiert Politik
08.03.2017 - Eon erhöht Strompreise um knapp 14 Prozent
24.02.2017 - Modellprojekt zeigt: Verbrauchs-Transparenz senkt Wärmeverbrauch
15.02.2017 - US-Forscher entwickeln kühlende Wunderfolie

 

Business- und Wirtschaftsthemen Erneuerbare Energien

  

Suche in IWR - Newsticker Original-Pressemitteilungen Produkte Firmenprofile


© IWR - Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien

Energie Business Verbund
Presse IWR-Pressedienst.de | Marketing Firmen | Stellen Energiejobs.de | Messen Energiekalender.de |

Energiethemen- und Branchenverbund
iwr.de |Windbranche.de | Offshore-Windenergie | ISolarbranche.de | Bioenergie-Branche |Solardachboerse.de |RenewablePress.com | RenewableEnergyIndustry | Windindustry | Offshore-Windindustry | Energiefirmen | Energiespeicher | Energieeffizienz

Verbraucher
Strompreisrechner.de | Stromtarife.de | Solardachboerse.de | Energiehandwerker.de

 
>> zurück
 
Home-IWREnglishWindenergieSolarenergieWasserkraftBioenergieGeoenergieEmail/Kontakt