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10.03.2015, 08:35 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Gamesa und Areva gründen neuen Offshore-Player Adwen

Paris/Bremerhaven/Zamudio – Ein neuer Player ist unter den Herstellern von Offshore-Windkraftanlagen geboren. Dazu haben sich die Unternehmen Gamesa und Areva im Joint Venture Adwen zusammengeschlossen. Die Ziele sind ambitioniert.

Die beiden Partner starten gleichberechtigt in das neue Gemeinschaftsunternehmen mit 700 Mitarbeitern. Adwen soll sich auf Offshore Windenergie fokussieren und ist am Gamesa-Stammsitz in Zamudio in Spanien registriert. Der Name Adwen leitet sich dabei von "Advanced Wind energy" ab, so eine Sprecherin von Areva.

Offshore-Ziel: 20 Prozent Marktanteil in Europa bis 2020
Das Joint Venture ist für das Design, die Produktion, Errichtung, Inbetriebnahme und für die Wartung von Offshore Windkraftanlagen verantwortlich. Durch die Kombination von Arevas und Gamesas Wind Expertise und des umfangreichen Track Records sei Adwen „ideal aufgestellt“, um mit einer Projekt Pipeline von 2.800 Megawatt (MW) einen „Marktanteil von annährend 20 Prozent bis 2020 in Europa“ zu erreichen. Man will einer der führenden Offshore-Wind-Akteur werden.

Der Offshore Markt ist eines der vielversprechendsten Felder für den Ausbau erneuerbarer Energien in den nächsten zehn Jahren, so die Unternehmen. Dies gilt besonders für die Küstenländer Nordeuropas, wo die installierte Kapazität über 25.000 MW bis 2020 erreichen könnte. Daneben werden beide Partner durch deren gesammelte Expertise in Asien von dem enormen Offshore Windpotential dieser Region profitieren, welches 17.000 MW an installierter Gesamtleistung bis 2020 erreichen sollte.

8- und 5-Megawatt-Turbinen im Angebot
Adwen wird von Louis-François Durret, CEO von Areva Renewable Energies, geführt und der Vorstand besteht aus acht Mitgliedern, jeweils vier von jedem Mutterunternehmen. Der Geschäftsführer ist Luis Álvarez, COO von Gamesas Offshore Aktivitäten. Adwen hat Zweigstellen in Frankreich, Spanien, Großbritannien und Deutschland.
Zum Portfolio von Adwen gehört die 8-MW-Plattform, initiiert durch Areva und von Gamesa weiter optimiert. Diese Plattform soll in 2018 die Serienproduktion erreichen. Mit der 1.000 MW Projekt Pipeline und einer laut Gamesa und Areva „unübertroffenen Energieproduktion“ werde sich die AD 8MW die „vorderste Marktposition“ sichern.
Hinzu kommt die Adwen 5 MW Plattform. Diese bietet zwei sich ergänzenden 5-MW-Anlagen für kurzfristige Projekte: Die AD 5-135 und die AD 5-132. Die AD 5-135, früher unter dem Namen M5000-135 bekannt, ist Arevas 5 MW Technologie, deren installierte Leistung von 650 MW mit dem Wikinger Windpark bald 1.000 MW erreichen wird. Die AD 5-132, ursprünglich von Gamesa entwickelt und G132-5.0 MW Offshore genannt, vervollständigt das Produktportfolio und ist eine wettbewerbsfähige Anlage.

Adwen produziert in bestehenden Fabriken und erfüllt industrielle Verpflichtungen
Adwen wird diese Anlagen in den schon existierenden Werken in Deutschland, Bremerhaven und Stade, fertigen. Das Unternehmen wird auch die von Areva und Gamesa eingegangenen industriellen Verpflichtungen in Frankreich und Schottland fortführen, welche den Aufbau von Fabriken in Le Havre und den Aufbau eines landesweiten Netzwerks von Zulieferern und Partnern beinhalten.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2015

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