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15.04.2015, 12:07 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Windenergie in NRW: 10H-Regel wäre das Aus

Düsseldorf – Die Entscheidung des Landtags in Nordrhein-Westfalen im März 2014 war eindeutig. Eine verschärfte Abstandsregelung für Windenergieanlagen wird abgelehnt. Dennoch hat die NRW-AfD nun eine Kampagne für die sogenannte 10H-Regelung gestartet. Die Folgen für die Energiewende wären dramatisch, so der NRW Landesverband Erneuerbare Energien.

Die Erneuerbare-Energien-Branche in NRW hat daher die Forderungen der AfD nach einer 10H-Regel für Windenergieanlagen sowie einem Ausbaustopp der Windenergie im Wald als „durchsichtiges Manöver zur Profilierung“ scharf kritisiert.

10H wäre faktisch das Aus für die Windenergie

„Die 10H-Regel ist ein Windenergie-Verhinderungsgesetz. Diese willkürliche Sonderregel in einem dicht besiedelten Land wie NRW würde faktisch das Aus für die Windenergie bedeuten. Darüber hinaus auch siedlungsferne Waldgebiete für die Windenergie zu sperren, hieße, die Windenergie in NRW gleich doppelt zu begraben“, sagte Jan Dobertin, Geschäftsführer des Landesverbands Erneuerbare Energien (LEE NRW). Ohne einen beschleunigten Ausbau der Windenergie werde die Energiewende in NRW aber scheitern, und damit auch der notwendige Strukturwandel.

Nur 3,6 Prozent der Windkraft-Potenzialflächen würden verbleiben

Nach der 10H-Regel beträgt der Mindestabstand neuer Windenergieanlagen zum nächsten Wohngebäude das Zehnfache der Anlagenhöhe. Eine Analyse des Umweltbundesamtes (UBA) aus dem Jahr 2014 zeigt, dass die 10H-Regel erhebliche Auswirkungen für den Ausbau der Windenergie hätte: So würde bei einem Mindestabstand von 2.000 Metern bundesweit rund 97 Prozent des Ausbaupotenzials wegfallen. In NRW würden noch 3,6 Prozent der Potenzialflächen verbleiben. Dies ist laut LEE NRW bei Weitem zu wenig, um die Ausbauziele der Landesregierung zu erreichen.

NRW-Landtag hat 10H-Regel 2014 abgelehnt
Der nordrhein-westfälische Landtag hatte der 10H-Regel bereits per Beschluss im März 2014 eine klare Absage erteilt. Bundesweit wendet Bayern das Gesetz als einziges Bundesland an, es gibt dagegen jedoch bereits Klagen. Nach Angaben des bayerischen Landesverbands des Bundesverbands Windenergie sind in ganz Bayern durch die 10H-Regelung nur noch rund ein Dutzend Windenergieanlagen umsetzbar. Dobertin: „Der bayerische Sonderweg kann kein Vorbild für das Energieland NRW sein.“ Die Windenergie sei eine zentrale Säule für eine saubere, sichere und bezahlbare Energieversorgung. NRW müsse den Ausbau der Zukunftsenergie Wind aktiv voranbringen und beschleunigen, so der Chef des LEE NRW.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2015

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