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06.05.2015, 08:26 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Energetische Gebäudesanierung: "Anreizprogramm Energieeffizienz" ersetzt Steuerbonus

Berlin - Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz will die Bundesregierung die Energiewende im Gebäudesektor anschieben. Eigentlich war darin auch die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung vorgesehen, doch dieser Plan scheiterte in letzter Sekunde aufgrund der geplanten Finanzierung. Nun hat Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) eine Ersatz-Lösung vorgestellt.

Das neue Paket "Anreizprogramm Energieeffizienz" soll als Alternative dienen. Das Paket umfasst ein Fördervolumen in Höhe von 165 Millionen Euro pro Jahr und tritt an die Stelle der bislang geplanten steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung. Der gescheiterte Steuerbonus für die Bürger sollte einen Umfang von etwa einer Milliarde Euro pro Jahr haben.

Ineffiziente Heizungen aus den Kellern verdrängen
Die Maßnahmen des Anreizprogramms sollen neue Innovations- und Investitionsimpulse setzen. Für die "Wärmewende im Heizungskeller" etwa soll die Markteinführung von hochinnovativen Brennstoffzellen-Heizungen durch Investitionszuschüsse gefördert werden. Ineffiziente Heizungen sollen mit einem ganzen Maßnahmenbündel aus den Kellern "verdrängt" werden. Dies umfasst gründliche Heizungs-Checks genauso wie ein Effizienzlabel für Kessel oder eine erhöhte Förderung beim Austausch besonders ineffizienter Anlagen.

Gabriel: Ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternative
Gabriel bedauert die gescheiterte steuerliche Förderung für Sanierungsmaßnahmen, betont aber gleichzeitig die Vorteile des neuen Paketes. Die Maßnahmen aus dem neuen "Anreizprogramm Energieeffizienz" seien eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternative. Gabriel weiter: "Sie werden die bereits bestehende Förderlandschaft - das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und das Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt - gut ergänzen und verstärken. Mit einem intelligenten Instrumentenmix regen sie zudem zusätzliche Investitionen an, schaffen Arbeitsplätze in Deutschland und machen uns zunehmend unabhängiger von fossilen Brennstoffen."

Quelle: IWR Online
© IWR, 2015

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