03.06.2015, 08:36 Uhr

Solarindustrie: Meyer Burger mit Auftrag und Investor

Thun, Schweiz – Der Schweizer Solar-Maschinenbauer Meyer Burger hat sich einen neuen Auftrag aus dem Photovoltaik-Bereich geangelt. Zudem hat ein Anteilseigner von Meyer Burger seine Beteiligung deutlich erhöht. Die Aktie springt nach oben.

Der neue Auftrag kommt von dem chinesischen Solarzellen-Hersteller Lerri Solar Technology Co. Ltd. Dieser will expandieren und hat in der ersten Phase Equipment bei Meyer Burger bestellt. Die Aktie von Meyer Burger ist im Handel am Dienstag um 5,0 Prozent auf 7,68 Euro geklettert (Börse Stuttgart) und war damit größter Gewinner im RENIXX World Aktienindex für erneuerbare Energien.

Lerri Solar kauft Equipment für Perc-Solarzellen

Lerri Solar erweitert seine Produktionskapazität in der Photovoltaik(PV)-Wertschöpfungskette mit Zelltechnologien von Meyer Burger. Zunächst hat sich Lerri für die industrieerprobte Systemplattform mit dem Namen MAiA 2.1 entschieden. Diese ist für die Massenproduktion auf Basis der sogenannten Perc-Technologie ausgelegt, Zudem beinhaltet der Auftrag moderne Wafer- und Modulmesstechnologien und zusätzliche technologische Upgrades von Meyer Burger. Lerri Solar will sich laut Meyer Burger als wichtiger Player etablieren und plant für die nächsten fünf Jahre einen markanten Ausbau der Produktionskapazitäten. Das Auftragsvolumen liegt bei rund 16,5 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet rund 16 Mio. Euro).

Peter Pauli, CEO von Meyer Burger unterstreicht: „Die Strategien von Meyer Burger und Lerri ergänzen sich bestens. Gemeinsam wollen wir den PV-Markt aktiv weiterentwickeln und monokristalline Zelltechnologien vorantreiben.”

Aktionärsstruktur: US-Investor erhöht Anteil

Zudem wurden Änderungen in der Aktionärsstruktur von Meyer Burger bekannt. Einerseits hat „The Capital Group Companies“ seinen Anteil von 5,8 auf 10,2 Prozent deutlich erhöht. Damit ist die US-Investmentgesellschaft nun größter Anteilseigner von Meyer Burger. Gleichzeitig hat die Credit Suisse ein Aktienpaket abgestoßen. Der Anteil der Credit Suisse ist von 8,4 Prozent auf 5,5 Prozent reduziert wurde.

Quelle: IWR Online
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