10.07.2015, 11:17 Uhr

Chorus Clean Energy verschiebt Börsengang wegen Griechenland

Neubiberg/München – Nach den ursprünglichen Plänen des Solar- und Windparkbetreibers Chorus Clean Energy wären die Aktien des Unternehmens bereits seit Anfang Juli an der Frankfurter Wertpapierbörse handelbar. Doch die Manager haben wegen der Griechenland-Krise kalte Füße bekommen: Der Börsengang wird bis auf weiteres verschoben.

Dies hat Vorstand der Chorus Clean Energy AG aus Neubiberg bei München am Donnerstag (09.07.2015) entschieden. Mitte Juni hatte der Betreiber die Preisspanne ausgegeben (9,75 bis 12,50 Euro), mit der rund 100 Mio. Euro am Kapitalmarkt eingenommen werden sollten. Die Erstnotiz war für den 3. Juli vorgesehen.

Erst Verlängerung des Angebotszeitraums, dann endgültige IPO-Absage

Am 1. Juli erklärte Chorus Clean Energy dann, dass man "aufgrund des derzeit volatilen Marktumfelds im Zusammenhang mit den Entwicklungen in Griechenland" beschlossen habe, den Angebotszeitraum bis zum 9. Juli 2015 zu verlängern. Eigentlich wäre dieser Angebotszeitraum am 1. Juli zu Ende gegangen. Nun kommt die generelle Absage des Initial Public Offering (IPO) "bis auf weiteres".

Das Unternehmen erklärt diese Entscheidung mit "der sich zuspitzenden wirtschaftlichen Situation Griechenlands und den Auswirkungen auf die weltweiten Finanzmärkte". Aus Sicht des Solar- und Windpark-Betreibers besteht im gegenwärtigen Kapitalmarktumfeld keine Möglichkeit, die Gesellschaft zu einem "angemessenen Wert" an die Börse zu bringen.

Erneuerbare-Energien-Betreiber wartet auf passenden IPO-Zeitpunkt

Allerdings habe die Verschiebung des Börsengangs keinen wesentlichen Einfluss auf den positiven Geschäftsverlauf der Chorus Clean Energy AG. Das Unternehmen werde weiterhin den Kapitalmarkt mit Hinblick auf einen passenden Zeitpunkt für die mögliche Wiederaufnahme des Börsengangs beobachten. Doch der konkrete Versuch des Börsengangs ist damit erst einmal vom Tisch.

Quelle: IWR Online

© IWR, 2015