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28.08.2015, 15:52 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Siemens-Ranking: Wo die meisten Blitze einschlagen

München – Bei einem herkömmlichen Blitz kann nach Angaben von Experten in nur einer Millisekunde eine Energiemenge von mehreren Kilowattstunden frei werden. Das ist weniger, als viele vermuten. Wollte man die Energie der Blitze nutzen, dann würde sich dies in Deutschland am ehesten in einer ostdeutschen Stadt lohnen.

Cottbus in Brandenburg ist nach Angaben des Technologie-Konzerns Siemens Deutschlands Blitze-Hauptstadt 2014. Im vergangenen Jahr registrierte der Blitz-Informationsdienst von Siemens (BLIDS) dort 8,42 Blitze pro Quadratkilometer. Mit nur 0,23 registrierten Blitzen verzeichneten der Landkreis Aurich und die Stadt Passau hingegen die geringste Zahl an Blitzeinschlägen.

Deutschland 2014 von mehr als 620.000 Blitzen getroffen

Hinter Cottbus landete im vergangenen Jahr der Landkreis Spree-Neiße mit 7,26 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer. Auf dem dritten und vierten Platz folgten Schweinfurt mit 5,46 und Leipzig mit 5,27. Im Jahr 2014 registrierte BLIDS in Deutschland insgesamt 622.636 Blitze, etwa 15 Prozent mehr als im Vorjahr. 2013 war das oberfränkische Coburg mit 6,39 Einschlägen Blitze-Hauptstadt.
Holger Kelch (CDU), Oberbürgermeister der Stadt Cottbus, kommentierte: „Die Cottbuserinnen und Cottbuser sowie die in der Region ansässigen Unternehmen stecken voller Energie und Elan. Einer der Hauptschwerpunkte unserer Universität ist die Energieforschung, die von der Energieerzeugung – konventionell und erneuerbar – über Speicherung und Netzausbau bis zur materialorientierten Energieeffizienz reicht.“ Deshalb passe auch der diesjährige Titel als Blitze-Hauptstadt ganz gut, findet Kelch.

Stromnetzbetreiber nutzen Blitz-Daten von Siemens

Der Blitz-Informationsdienst von Siemens nutzt rund 150 verbundene Messstationen in Europa und betreut das Messnetz in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Polen, Benelux, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. „Aus den Daten der Messstationen können wir bis auf 200 Meter genau ermitteln, wo gerade ein Blitz eingeschlagen hat. Zum Schutz von Menschen, Technik und Infrastruktur analysiert Siemens seit 1991 die registrierten Blitze und sendet umgehend Warnhinweise an unsere Gewitteralarm-Kunden“, sagte Stephan Thern, Leiter des Blitz-Informationsdienstes.
Genutzt wird der Dienst unter anderem von Wetterdiensten, Versicherungen, Industrieunternehmen sowie Betreibern von Stromnetzen. Die Informationen sind zum Beispiel für Betreiber von Überlandleitungen relevant. So können diese, wenn eine Leitung ausfällt, schnell klären, ob ein Blitz oder ein umgestürzter Baum für den Stromausfall verantwortlich ist. „Falls wir den Blitzeinschlag bestätigen, kann die Leitung schnell wieder ans Netz genommen werden. Bei einem Baum dauert es natürlich länger“, so Thern.

Im Süden blitzt es öfter als Norden
Blitze sind der Grund für viele Schäden an elektrischen Geräten. Ob Fernseher, Satellitenempfänger oder Waschmaschine - die meist hochempfindliche Elektronik kann selbst dann beschädigt werden, wenn der Blitz in größerer Entfernung einschlägt. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft werden jährlich zwischen 300.000 und 500.000 Blitz- und Überspannungsschäden gemeldet. Diese verursachten 2014 einen Schaden von 340 Millionen Euro. 2013 lag die Schadenssumme bei 280 Millionen Euro.
Prinzipiell gilt laut Siemens, dass es im Süden Deutschlands mehr Blitze als im Norden gibt. Das hänge von den jeweiligen Temperaturen und der Großwetterlage ab. Genau vorhersagen lassen sich Blitze nicht. „Man kann nur sehen, dass sich ein Gewitter beziehungsweise eine Gewitterfront aktuell mit einer bestimmten Geschwindigkeit in eine bestimmte Richtung bewegt. Aber eine Garantie, dass das Gewitter auch auf diesem Kurs bleibt, gibt es nicht. Da müssen wir kontinuierlich beobachten“, so Thern.

Quelle: IWR Online

© IWR, 2015

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