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02.11.2015, 08:42 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Höhere Effizienz-Standards für Neubauten kommen wie geplant

Berlin – Eigentlich sollen in Deutschland ab 2016 strengere Energieeffizienz-Regeln bei Neubauten gelten. Doch zuletzt hatten einzelne Bundesländer vor dem Hintergrund des wachsenden Bedarfs an günstigem Wohnraum gefordert, die höheren Anforderungen an die Energieeffizienz von Neubauten für einige Jahre auszusetzen, um so die Baukosten zu senken.

Nun wurde auf der Bauministerkonferenz jedoch beschlossen, dass die ab 2016 geltenden verschärften Anforderungen an die Energieeffizienz von Neubauten nicht zur Diskussion stehen. Ein guten Ergebnis, findet auch die Deutschen Energie-Agentur (dena).

Großer Bedarf an günstigem Wohnraum
Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena und Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) erklärte nach der Konferenz: "Mit weniger Investitionen in Energieeffizienz kann man zwar etwas günstiger bauen - die Rechnung aber zahlen über Jahrzehnte die Mieter in Form höherer Energiekosten. Zudem müssen wir schnellstmöglich damit anfangen, Häuser mit minimalem Energiebedarf zu errichten, wenn wir die langfristigen Energie- und Klimaziele auch im Gebäudebereich ernst nehmen. Die heutige Entscheidung für hohe Effizienzstandards war damit nicht nur eine Entscheidung für nachhaltiges Wohnen, sondern auch für ein zukunftsfähiges Energiesystem und für den Klimaschutz." Für die unbedingt notwendige Bewältigung des derzeitigen Zustroms an Flüchtlingen bestehe ein dringender und hoher Bedarf an günstigem Wohnraum, vor allem in Städten und Ballungsräumen, aber dafür gäbe es deutlich bessere Instrumente, so Kuhlmann weiter.

Neues Konzept für Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz
Die in dem Beschluss weiterhin angestrebte "Neukonzeption von Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz" wird ebenfalls begrüßt. "Diese Neugestaltung birgt die Chance, den hochkomplexen ordnungsrechtlichen Rahmen zu vereinfachen und gleichzeitig für eine bundesweite Harmonisierung zu sorgen. Zudem müssen wir das Ordnungsrecht ohnehin anfassen, um den von der EU geforderten Standard "Nearly Zero Energy Building" zu definieren", so
Kuhlmann.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2015

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