30.11.2015, 15:18 Uhr

Weltklimakonferenz in Paris ist schon jetzt ein Erfolg

Paris/Berlin - Die Weltklimakonferenz hat gerade erst begonnen. Doch schon jetzt zeichnet sich ein politischer Erfolg ab. Es gibt aber noch ein grundsätzliches Problem zu lösen.

Auf der diesjährigen Klimakonferenz in Paris soll im Anschluss an das Kyoto-Protokoll ein neues weltweites Abkommen zum Klimaschutz unterzeichnet werden. Im Unterschied zu den früheren Klimakonferenzen stehen nicht die CO2-Obergrenzen der Staaten im Vordergrund, sondern die Klimaschutzbeiträge der Länder. Das erleichtert den Verhandlungsprozess.

Erfolgreicher Klimaschutz: 183 der 195 Länder haben Klimaschutzbeiträge eingereicht

Die Klimakonferenz von Paris ist aus politischer Sicht schon jetzt ein Erfolg. Bereits 183 der 195 teilnehmenden Länder haben ihre eigenen Beiträge zum Klimaschutz eingereicht. Auf dieser Grundlage wird ein mininales Basis-Abkommen zum globalen Klimaschutz sehr wahrscheinlich, zumal dieses erst im Jahr 2020 in Kraft tritt. Die Zuversicht über den Abschluss eines Abkommens ist auch aus einem anderen Grund zu spüren, denn die Staats- und Regierungschefs sind diesmal bereits zu Beginn der Konferenz angereist und nicht wie sonst üblich, erst zum Konferenzende.

Reichen die Klimabeiträge der Staaten aus?

Das Grundsatzproblem bleibt jedoch bestehen: Reichen die einzelnen Klimaschutz-Beiträge der Staaten in Summe aus, den CO2-Ausstoß zu reduzieren? Zudem ist auch nicht klar, ob und wie die geplanten Maßnahmen tatsächlich und nachprüfbar umgesetzt werden. Letztendlich geht es auch noch ums Geld. Um viel Geld für die Klimafolgen in den vom Klimawandel am meisten betroffenen Entwicklungs- und Schwellenländern.

Investitionen in erneuerbare Energien sind aktiver Klimaschutz

Ein immer wichtigerer Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen sind Investitionen in erneuerbare Energien. Mit dem CERINA-Plan (CO2 Emissions and Renewable Investment Action Plan) hat das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) im Jahr 2009 erstmals einen Investitionsansatz vorgeschlagen. Der Ansatz basiert auf einer Kopplung von CO2-Emissionen eines Landes an die Höhe von Investitionen in erneuerbare Energien. An diesem verursachergerechten Investitionsansatz können sich alle Länder beteiligen. In einem Soll-/Ist-Ranking hat das IWR die notwendigen und soweit bekannten realen Investitionen der Länder für das Jahr 2014 aufgelistet. Diese EE-Investitionen (Soll-Werte) wären - beim aktuellen Stand der CO2-Emissionen - in einem ersten Schritt notwendig, damit die globalen CO2-Emissionen nicht weiter ansteigen.

Die Nutzung erneuerbarer Energien gewinnt immer mehr Unterstützer. Heute wurde in Paris die Initiative "Breakthrough Energy Coalition" vorgestellt. Gemeinsam mit 28 anderen Unternehmern will die Gruppe um Bill Gates Milliarden Dollar in die Förderung sauberer Technologien stecken. Zu dem Investorenkreis zählen u.a. Facebook-Chef Mark Zuckerberg oder Amazon-Gründer Jeff Bezos.

Quelle: IWR Online

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