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16.12.2015, 16:14 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Statkraft stoppt Investitionen in Offshore-Windenergie

Oslo – Der norwegische Energiekonzern Statkraft, nach eigener Darstellung Europas größter Erzeuger erneuerbarer Energie, stoppt seine Investitionen in neue Offshore-Windenergie-Projekte. Weitere Bereiche könnten ebenfalls betroffen werden.

Der Wasserkraft-Spezialist Statkraft schreibt derzeit rote Zahlen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 hat Statkraft einen Nettoverlust in Höhe von 2,3 Milliarden norwegische Kronen (NOK) eingefahren (etwa 240 Mio. Euro, Q 1-3 2014: +7,0 Mrd. NOK). Der Staatsbetrieb mit derzeit rund 4.200 Mitarbeitern hat wie alle europäischen Versorger mit dem Verfall der Großhandels-Strompreise zu kämpfen.

Auch internationale Wasserkraft-Projekte können betroffen werden
Nun hat Statkraft seinen Investitionsplan angepasst und wird nicht mehr in neue Offshore-Windparks investieren. Neben der Offshore-Windenergie könnten auch internationale Wasserkraft-Projekte von den Investitions-Einschränkungen betroffen werden, teilte Statkraft mit.

Statkraft-CEO Christian Rynning-Tønnesen betonte, dass die Offshore-Windenergie ein kapitalintensives Geschäft sei. Die schwächeren Finanz-Kennzahlen hätten nun zur Folge, dass es für Statkraft nicht mehr möglich ist, in neue Offshore-Windparks zu investieren. Der Investitionsplan wurde überarbeitet, um das Ziel des profitablen Wachstums im Bereich der erneuerbaren Energien mit der finanziellen Solidität in Einklang zu bringen.

Statkraft kappt Windenergie-Investitionen – Statoil setzt auf schwimmenden Windpark
Bereits im Juni dieses Jahres hatte Statkraft eine Reihe von Windenergie-Projekten an Land storniert. Im Januar 2015 war der dänische Turbinen-Hersteller Vestas bereits als einer der bevorzugter Lieferanten für diese Projekte auserkoren worden. Statkraft hatte dann aber die Realisierung von Windenergieprojekten in Norwegen mit einem Umfang von insgesamt etwa 1.000 Megawatt (MW) gestoppt. Nun folgt der Investitionsstopp für Offshore-Windparks.

Während Statkraft im Windenergie-Sektor zurückrudert, investiert der deutlich größere norwegische Ölkonzern Statoil vor allem in die Technologie der schwimmenden Offshore-Windenergieanlagen. Dabei arbeitet Statoil, zu gut zwei Dritteln in staatlicher Hand, mit Siemens zusammen. Der norwegischen Konzern mit seinen über 23.000 Mitarbeitern hat für das 30-MW-Projekt "Hywind Scotland" fünf direkt angetriebene Offshore-Windturbinen mit einer Leistung von jeweils sechs MW bei Siemens bestellt.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2015

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