11.01.2016, 13:38 Uhr

RENIXX setzt Talfahrt fort: China Singyes und Scatec Solar größte Verlierer – Suzlon meldet Großauftrag – Tesla gefragt

Münster – Im internationalen Aktienindex für regenerative Energien RENIXX World setzt sich die zu Jahresanfang begonnene Talfahrt auch am Montagvormittag weiter fort. Der Index, der in der ersten Handelswoche des Jahres bereits rund sieben Prozent verloren hat, gibt am Montag bislang um weitere 2,1 Prozent auf 448,30 Punkte nach.

Robuster zeigt sich der deutsche DAX, der sogar um 0,3 Prozent auf 9.879 Punkte klettert. Dennoch ist auch hier die Unsicherheit zu spüren. Am Devisenmarkt verbilligt sich der Euro um ein halbes Prozent auf 1,089 US-Dollar. Der Goldpreis gibt leicht um 0,1 Prozent auf 1.103 US-Dollar je Feinunze nach.

Tesla-Aktie klettert

Im RENIXX stehen die Titel von China Singyes (-9,2 Prozent, 0,504 Euro), Scatec Solar (-6,9 Prozent, 3,64 Euro) und Sunedison (-5,5 Prozent, 3,09 Euro) auf der Verliererliste ganz oben. Nur wenige RENIXX-Aktien verteuern sich. Nur bei Tesla (+1,1 Prozent, 195,77 Euro), Enel Green Power (+1,1 Prozent, 1,81 Euro) und Suzlon (+0,9 Prozent, 1,10 Euro) klettern die Kurse. Der indische Windenergieanlagen-Hersteller Suzlon profitiert von einem neuen Großauftrag über einen Windpark mit einer Leistung von knapp 200 Megawatt (MW) im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh.

DAX: Versorger-Titel legen zu

Im DAX steigen die Aktien vor allem von VW (+4,0 Prozent, 119,75 Euro) sowie bei den beiden Energieversorgern RWE (+3,0 Prozent, 10,96 Euro) und E.ON (+2,4 Prozent, 8,24 Euro). Bei VW soll ein neu entwickelter Katalysator für Dieselfahrzeuge Schwung bringen. In diesem Zusammenhang wird sich VW-Vorstandschef Matthias Müller in dieser Woche mit der Chefin der US-Umweltbehörde EPA treffen. Alle Kursdaten der genannten Einzelaktien stammen, sofern nicht anders angegeben, von der Börse Stuttgart.

Kein Halten beim Ölpreis

Der Ölpreis fällt auch zum Beginn der neuern Woche ungebremst. Das Fass der Sorte WTI notiert am Mittag bei etwa 33,50 US-Dollar (-1,6 Prozent). Die Nordseesorte Brent notiert mit rund 33,00 US-Dollar (-2,3 Prozent) sogar noch darunter. Das macht sich auch am Heizölmarkt bemerkbar, der Preis je Liter fällt gegenüber Freitag um 4,4 Prozent auf 42,5 Cent (inkl. MwSt., bei Abnahme von 3.000 Litern). Der Liter Diesel kostete am Sonntag im Bundesdurchschnitt 1,00 Euro, der Liter Super E10 war für 1,24 Euro zu bekommen.

Strompreise fallen

Die Preise an der Strombörse EEX im Day-ahead-Handel für die Lieferung am morgigen Dienstag fallen. Der Strompreis in Deutschland sinkt um rund 12 Prozent auf 2,95 Cent pro Kilowattstunde (kWh). In Frankreich gibt der Strompreis um rund 3 Prozent auf 3,15 Cent pro kWh nach. Demnach ist die Kilowattstunde Strom in Frankreich zurzeit etwa 7 Prozent teurer als in Deutschland. Der Preis für ein CO2-Zertifikat, das zur Emission einer Tonne CO2 in der EU berechtigt, kostet aktuell 7,43 Euro, 0,1 Prozent über dem gestrigen Schlusskurs.

Wind- und Solaranlagen decken zwölf Prozent der Spitzen-Stromlast

Nach dem windstarken Wochenende geht die Stromerzeugung aus Windenergie am Montagmittag auf rd. 4.400 MW zurück. Die Solaranlagen steuern nochmals 2.800 MW bei, sodass diese beiden erneuerbaren Energien zusammen 7.200 MW bzw. rd. 12 Prozent der deutschen Stromerzeugung zur Mittagszeit stemmen. Die konventionellen Kraftwerke liefern am Mittag Strom mit einer Leistung von 55,130 MW. Die Daten der EEX beziehen sich dabei nur auf Kraftwerke ab einer Größe von 100 MW.

Quelle: IWR Online

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