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15.01.2016, 15:04 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Bundesregierung sorgt sich um Sicherheitskultur in Schweizer Atomkraftwerk

Berlin - Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium (BMUB), Rita Schwarzelühr-Sutter, hat sich besorgt gezeigt über ein Ereignis mit sicherheitstechnischer Relevanz im Atomkraftwerk Leibstadt in der Schweiz. Das Notstandssystem dort lag offenbar knapp zwei Wochen lang lahm. Es ist nicht der erste peinliche Zwischenfall in Leibstadt.

Das Kernkraftwerk Leibstadtim Schweizer Kanton Aargau mit einer elektrischen Bruttoleistung von 1.275 Megawatt (MW) ist seit 1984 am Netz. Nun wurde bekannt, dass das Notstandssystem der Anlage über elf Tage hinweg nicht verfügbar war. Ursache dafür war ein Fehler im Instandhaltungsprogramm. Der Vorfall ereignete sich bereits im Jahr 2014.

Schwarzelühr-Sutter: Sicherheitskultur stärker in den Blick nehmen
Rita Schwarzelühr-Sutter: "Die Vorgänge im AKW Leibstadt sind Indizien für eine unzureichende Sicherheitskultur. Es zeigt sich erneut, dass beim Betrieb von Atomanlagen Fragen der Sicherheitskultur viel stärker in den Blick genommen werden müssen, als das bisher der Fall ist." Das Atomkraftwerk (AKW) steht nur knapp zwei Kilometer entfernt von der deutschen Ort Waldshut-Tiengen im Südwesten von Baden-Württemberg.

Bei einem monatlichen Systemfunktionstest gab es 2014 Startversagen der Grundwasserpumpen, die das Notstandsystem mit Kühlwasser versorgen. Ursache für die Ausfälle waren Fehler an den elektrischen Leistungsschaltern der beiden Grundwasserpumpen, teilte das BMUB mit. Nach Angaben der zuständigen Atomaufsichtsbehörde in der Schweiz, Ensi, seien die Ausfälle durch eine unzureichende Wartungsplanung in Kombination mit einer Überschreitung der Wartungsintervalle begünstigt worden.

Not-Kühlsystem hätte im Fall der Fälle versagt
Ein Fehler im EDV-Instandhaltungsprogramm hatte demnach 2014 dazu geführt, dass die Grundwasserpumpen, die das Notstandsystem mit Kühlwasser versorgen, nicht gewartet wurden. Daher konnte das Versagen eines elektrischen Leistungsschalters nicht erkannt werden. Dies hätte im Notfall zum Ausfall zweier Grundwasserpumpen, die das Notstandsystem mit Kühlwasser versorgen, geführt. Das Notstandsystem kommt zum Einsatz, wenn im Falle eines Unfalls alle vorhandenen Notkühlsysteme ausgefallen sind. Das System hätte im Anforderungsfall nicht funktioniert.

Wohin mit dem Feuerlöscher? - Bohrlöcher in wichtigster AKW-Schutzhülle
Im Juli 2014 war schon bekannt geworden, dass Löcher im Containment des AKW Leibstadt durch unsachgemäßes Anbringen eines Feuerlöschers verursacht wurden. Die Schweizer Atomaufsichtsbehörde Ensi hat seinerzeit bekannt gegeben, dass sechs Löcher in die wichtigste stählerne Schutzschicht im AKW Leibstadt gebohrt wurden. Diese Löcher wurden dann bei einer Routinekontrolle in Juni 2014 entdeckt.

Betrieben wird das AKW Leibstadt von der Kernkraftwerk Leibstadt AG, an der wieder sieben Schweizer Energieunternehmen beteiligt sind. Größter Teilhaber sind die Alpiq AG (27,4 Prozent), die Axpo Power AG (22,8 Prozent) und die Axpo Trading AG (16,3 Prozent).

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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Aus 2014: AKW-Sicherheit: "Bohr-Deppen" im Atomkraftwerk
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