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22.01.2016, 13:32 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

RENIXX und DAX setzen Erholungskurs fort: Gamesa und Goldwind an der RENIXX-Spitze – SMA "buy" - E.ON und RWE "reduce"

Münster – Die am Donnerstag begonnene Erholung im globalen Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World setzt sich am Freitagvormittag weiter fort. Bislang klettert der Branchen-Leitindex um 2,5 Prozent auf 417,72 Punkte. Die Börsianer vertrauen dabei auch auf die Unterstützung der Europäischen Zentralbank (EZB).

EZB-Chef Mario Draghi hatte beim Weltwirtschaftsforum in Davos betont, dass man „reichlich Instrumente“ habe und diese auch einsetzen werde, um die Finanzmärkte zu stützen. Das beflügelt auch den DAX (+2,1 Prozent, 9.777 Punkte). Allerdings leidet der Euro, der sich im Vergleich zum US-Dollar um 0,4 Prozent auf 1,083 US-Dollar nachgibt. Auch Gold verbilligt sich. Die Feinunze wird aktuell für 1.098 US-Dollar gehandelt, das bedeutet ein Minus von 0,7 Prozent.

Gamesa und Goldwind machen Vortagesverluste wett
Mit Gamesa (+7,8 Prozent, 14,78 Euro), Goldwind (+7,7 Prozent, 1,27 Euro) und China Singyes (+7,4 Prozent, 0,408 Euro) stehen genau diejenigen Aktien am Freitagmittag an der RENIXX-Spitze, die am Vortag besonders kräftig nagegeben hatte. Die Gamesa-Aktie kann die Vortagesverluste sogar überkompensieren. Das Unternehmen berichtete über neue Windpark-Aufträge aus Indien mit insgesamt 130 Megawatt (MW) Leistung. Nur zwei der 30 RENIXX-Aktien geben am Freitag bislang nach. Dazu zählt das Papier des chinesischen Solarsilizium-Herstellers GCL-Poly Energy (-15,8 Prozent, 0,107 Euro) sowie die Aktie der US-Bioethanol-Produzenten Green Plains (-0,2 Prozent, 15,88 Euro). Die SMA-Aktie wurde in dieser Woche gleich von zwei Analysten zum Kaufempfohlen. Im Handel am Freitag legt das Papier bislang um 3,0 Prozent auf 45,71 Euro zu.

HSBC: Aktien von E.ON und RWE meiden

Im DAX klettern die Titel von Vonovia (+5,9 Prozent, 27,47 Euro) an die Indexspitze. Gefragt sind zudem Heidelbergcement (+4,9 Prozent, 67,67 Euro) und K+S (+3,9 Prozent, 20,68 Euro). Neben SAP (-1,0 Prozent, 71,02 Euro), der einzigen DAX-Aktie mit Verlusten, schneiden aber auch die Versorger-Titel E.ON (+1,1 Prozent, 8,83 Euro) und RWE (+1,6 Prozent, 11,97 Euro) unterdurchschnittlich ab. Die Analysten der HSBC empfehlen „reduce“. Angesichts der politischen Risiken rate man, die Aktien deutscher Versorger weiter zu meiden. Alle Kursdaten der genannten Einzelaktien stammen, sofern nicht anders angegeben, von der Börse Stuttgart.

Ölpreis steigt kräftig
Am Freitagmittag steigen die Ölpreise stark an. Das Fass der US-Sorte WTI kostet zur Mittagszeit rund 31,00 US-Dollar (+4,0 Prozent), während die Nordseesorte Brent bei etwa 31,50 US-Dollar notiert (+4,5 Prozent). Auch der in der Wertschöpfungskette nachgelagerte Heizölpreis steigt, der Liter kostet heute 39,6 Cent (+4,5 Prozent; inkl. MwSt., bei Abnahme von 3.000 Litern). An den Tankstellen waren die Preise gestern weitgehend stabil. Der Liter Diesel kostete am Donnerstag im Bundesdurchschnitt 0,95 Euro (-0,6 Prozent), der Liter Super E10 1,20 Euro (+0,1 Prozent)

Strompreise fallen zum Wochenende
An der Strombörse sinken die Preise für Strom im Day-ahead-Handel zur Lieferung am morgigen Samstag erwartungsgemäß. Der Strompreis in Deutschland fällt um 15 Prozent auf 2,8 Cent die Kilowattstunde (kWh). In Frankreich sinkt der Preis sogar um 23 Prozent auf 3,3 Euro und liegt damit über 17 Prozent über dem deutschen Preisniveau. Ein Zertifikat, das zur Emission einer Tonne CO2 in der EU berechtigt, verteuert sich um 3,4 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs und notiert zur Mittagszeit bei 6,39 Euro.

Strom: Wind und Sonne liefern mehr als ein Drittel der Spitzenlast
Die PV-Anlagen in Deutschland erzeugen zur nachfragestarken Mittagszeit Strom mit einer Leistung etwa 7.500 MW. Die Windenergie legt nochmal 6.400 MW drauf. Gemeinsam kommen diese beiden Energiequellen auf etwa 13.900 MW und stellen somit knapp 20Prozent der deutschen Stromerzeugung zur Mittagszeit. Konventionelle Kraftwerke liefern am Mittag Strom mit einer Leistung von etwa 57.200 MW. Die Daten der EEX für konventionelle Kraftwerke beziehen sich dabei nur auf Kraftwerke ab einer Größe von 100 MW.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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