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10.02.2016, 16:30 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

German Pellets stellt Insolvenzantrag

Wismar – Der Holzpellet-Produzent und –Händler German Pellets hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Eigentlich sollte am heutigen Mittwoch ab 11 Uhr im Steigenberger Hotel in Wismar die Gläubigerversammlung für eine 80 Millionen Euro schwere Anleihe stattfinden, doch stattdessen erfolgte der Gang zum Insolvenzgericht Wismar.

Die Gläubigerversammlung für die Inhaber-Teilschuldverschreibung 2011/16 der German Pellets GmbH (ISIN: DE000A1H3J67 / WKN: A1H3J6) hatte das Unternehmen bereits am Dienstag (09.02.2016) kurzfristig abgesagt. Nun folgt die Gewissheit über den Insolvenzantrag. Die Entscheidung des Gerichts wird in Kürze erwartet. Der Wismarer Pellet-Spezialist hat bereits einen Restrukturierungs-Berater in die Geschäftsführung geholt.

Restrukturierungs-Experte Günther: German Pellets im Kern zukunftsfähig
Der Geschäftsbetrieb der German Pellets GmbH soll während des gesamten Verfahrens in vollem Umfang fortgeführt werden, teilte das Unternehmen mit. "German Pellets ist ein im Kern zukunftsfähiges Unternehmen in einem wachsenden Markt mit wettbewerbsfähigen Produkten", betonte Restrukturierungs-Experte Frank Günther von "one square advisors", der in die Geschäftsführung von German Pellets eingetreten ist und ab sofort die Verantwortung für die Planung und Umsetzung der Sanierung übernommen hat. "Unser Ziel ist es, das Unternehmen grundlegend zu restrukturieren und die bestmögliche Lösung für Gläubiger und Mitarbeiter zu erreichen." Günther war unter anderem an der erfolgreichen Sanierung des Fahrradherstellers Mifa und des Solar-Unternehmens SAG Solar maßgeblich beteiligt.

Kein Insovenzverwalter vorgesehen - Gläubigervertreter einverstanden
Während des vorläufigen Insolvenzverfahrens soll die Produktion weiterlaufen, alle Aufträge werden weiter produziert und ausgeliefert. Günther will das vorläufige Insolvenzverfahren dazu nutzen, die zur Verfügung stehenden Sanierungsoptionen zu prüfen, in Absprache mit den Gläubigern ein Sanierungskonzept zu entwickeln und anschließend kurzfristig umzusetzen. Bei einem (vorläufigen) Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bleibt die unternehmerische Verantwortung in den Händen der Geschäftsführung. Das bedeutet, dass kein Insolvenzverwalter bestellt wird.

Stattdessen werden die Gläubigerinteressen durch einen (vorläufigen)Sachwalter vertreten, der ähnlich wie ein Aufsichtsrat das Verfahren im Interesse der Gläubiger beaufsichtigt. Die Gläubigervertreter haben der Eigenverwaltung bereits einstimmig zugestimmt. Günther wird umgehend die rund 650 Mitarbeiter des Unternehmens über den Stand der Dinge und die weiteren Schritte im Insolvenzverfahren unterrichten. Die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer sind während eines vorläufigen Insolvenzverfahrens über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Günther will zudem die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes in die Wege leiten, damit die Beschäftigten ohne größere Verzögerung ihre Zahlungen erhalten.

Gründe: Niedriger Ölpreis, warme Winter und Fehlinvestition Kago
Ergänzend seien umfangreiche Informationen für die Anleihe- und Genussschein-Anleger von German Pellets in Vorbereitung. Die German Pellets GmbH war in den vergangenen Monaten zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Verantwortlich dafür waren im Wesentlichen drei Gründe, so das Unternehmen: Durch den dramatischen Verfall des Ölpreises geriet auch der Marktpreis für Holzpellets unter Druck, was bei German Pellets zu beträchtlichen Defiziten führte. Zudem sind die Pellets-Umsätze aufgrund von zwei warmen Wintern in Folge eingebrochen. Und schließlich hat sich die Übernahme des Ofenbauers Kago im Jahr 2010 als Fehlinvestition herausgestellt, was weitere spürbare Verluste zur Folge hatte.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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