15.02.2016, 15:33 Uhr

EEG-Konto: Überschüsse steigen auf 3,8 Mrd. Euro

Münster – Der Überschuss auf dem EEG-Umlagekonto steigt im Januar 2016 weiter an. Der Gesamtüberschuss, der Ende 2015 etwa 3,33 Milliarden Euro betragen hat, ist bis Ende Januar 2016 auf 3,79 Milliarden Euro geklettert. Von einer weiteren Steigerung in den kommenden Monaten ist auszugehen.

Auf dem Umlagekonto nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden die Einnahmen und Ausgaben in Zusammenhang mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien verbucht und veröffentlicht. Nach der typischen Jahres-Verlaufskurve wird dieser Überschuss in den nächsten Monaten bis zum Frühjahr weiter ansteigen.

EEG-Konto: Einnahmen steigen, Ausgaben sinken im Januar

Zu den Einnahmen des EEG-Umlagekontos zählen insbesondere die Vermarktungserlöse des EEG-Stroms an der Strombörse sowie die Zahlung der EEG-Umlage durch die Stromkunden. Unter die Ausgaben fallen vor allem die Vergütungs-Zahlungen an die Betreiber von EEG-Erzeugungsanlagen. Im Januar 2016 haben die Einnahmen insgesamt 2,19 Mrd. Euro betragen (+4 Prozent im Vergleich zum Dezember 2015), die Ausgaben beliefen sich auf 1,73 Mrd. Euro (-3 Prozent ggü. Dez.). Daraus ergibt sich ein Monatsüberschuss in Höhe von rund 460 Mio. Euro.

Höherer Gesamtüberschuss als vor einem Jahr

Für den Gesamtüberschuss bedeutet das eine Steigerung gegenüber dem Vormonat (Gesamtüberschuss Stand Ende Dezember 2015: 3,33 Mrd. Euro) um 13,8 Prozent auf 3,79 Mrd. Euro. Im Januar des Vorjahres betrug der Monatsüberschuss sogar rund 640 Mio. Euro. Ende Januar 2015 stand dennoch "nur" ein Gesamtüberschuss in Höhe von rund 3,50 Mrd. Euro zu Buche.

Typischerweise werden in den Herbst- und Wintermonaten Monatsüberschüsse erwirtschaftet. In den Sommermonaten stellt sich hingegen vor allem aufgrund der höheren Solarstrom-Erzeugung und den damit verbundenen höheren EEG-Vergütungszahlungen in der Regel ein Monatsminus ein.

Erhöhte EEG-Umlage je kWh seit Jahresbeginn

Das EEG-Umlagekonto ist ein wichtiger Faktor bei der Berechnung der EEG-Umlage, die die Verbraucher für jede verbrauchte Kilowattstunde Strom zu zahlen haben. Diese Umlage beträgt seit Januar diesen Jahres 6,354 Cent/kWh (2015: 6,170 Cent/kWh). Die Höhe dieser Umlage wird jeweils im Oktober für das Folgejahr kalkuliert und bekannt gegeben.

Quelle: IWR Online

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