18.02.2016, 09:44 Uhr

Stromkosten-Berechnung für EEG-Befreiung wird umgestellt

Berlin - Die besondere Ausgleichsregelung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sorgt dafür, dass stromkostenintensive Unternehmen teilweise von der EEG-Umlage befreit sind. Der Mechanismus zur Berechnung der Stromkosten wird jetzt umgestellt.

Bislang erfolgte die Ermittlung des Stromkostenanteils an der Bruttowertschöpfung von stromkostenintensiven Unternehmen auf der Basis der tatsächlichen Stromkosten des Unternehmens. Künftig gilt ein Durchschnittsstrompreis.

Neue Verordnung für Durchschnitts-Strompreise tritt in Kraft

Das Bundeskabinett hat jetzt die vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegte Durchschnittsstrompreisverordnung zur Kenntnis genommen. Durch die Verordnung wird die Berechnung der maßgeblichen Stromkosten für die Besondere Ausgleichsregelung an die Vorgaben der Europäischen Kommission angepasst und auf Durchschnittsstrompreise um. Die Verordnung tritt noch im Februar in Kraft. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle wird spätestens am 29. Februar 2016 auf seiner Internetseite die für dieses Jahr geltenden durchschnittlichen Strompreise veröffentlichen.

Durchschnittlicher Strompreis soll Kosten objektivieren

Die Besondere Ausgleichsregelung sieht zur Sicherstellung von Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich und Beschäftigung vor, dass stromkostenintensive Unternehmen eine reduzierte EEG-Umlage zahlen. Unternehmen werden als stromkostenintensiv eingestuft, wenn ihre Stromkosten einen bestimmten Anteil ihrer Bruttowertschöpfung ausmachen. Bis dato wurden zur Ermittlung des Stromkostenanteils die tatsächlichen Stromkosten des jeweiligen Unternehmens herangezogen. Mit der Umstellung auf die Berechnung von durchschnittlichen Strompreisen stromkostenintensiver Unternehmen mit ähnlichen Stromverbräuchen soll sichergestellt werden, dass die Stromkosten auf einer objektiven Basis berechnet werden.

Quelle: IWR Online

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