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19.02.2016, 09:58 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

PNE Wind AG einigt sich mit Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH

Cuxhaven – Im Jahr 2013 hat der Windenergie-Projektierer PNE Wind aus Cuxhaven die Mehrheit am Husumer Projektierer WKN AG von der Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH übernommen. Nach dem Deal entfachte ein juristischer Streit über die korrekte Bewertung einzelner Windpark-Projekte mit nachhaltigen Folgen. Dieser Streit konnte nun endlich beigelegt werden.

Die PNE Wind AG und die Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH haben das laufende Schiedsgerichtsverfahren einvernehmlich durch Abschluss eines Vergleichs beendet. Das sorgt für Kursgewinne. Im Xetra Handel legt die Aktie von PNE Wind am Freitagmorgen bislang um 2,2 Prozent auf 1,79 Euro zu (Stand 9:14 Uhr).

Schiedsgerichtsverfahren hat „interessengerechtes“ Ende herbeigeführt

Wie die PNE Wind AG mitteilt, haben sich beide Parteien auf Anraten des Schiedsgerichts darauf geeinigt, dass der seinerzeit im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der WKN AG vereinbarte Kaufpreiseinbehalt jeweils hälftig an die PNE Wind AG und die Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH ausgezahlt wird. Es geht dabei um eine Summe in Höhe von 4,0 Mio. Euro, die sich entsprechend der kaufvertraglichen Regelungen noch auf einem Treuhandkonto befindet. Die Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH bleibt demnach verpflichtet, die WKN AG von eventuellen Steuernachforderungen entsprechend den kaufvertraglichen Vereinbarungen freizustellen. Aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat hat das Ende 2014 eingeleitete Schiedsgerichtsverfahren damit ein „interessengerechtes“ Ende gefunden.

Juristischer Streit um Windprojekt-Bewertung mit fatalen Folgen

Hintergrund war, dass die PNE Wind AG kaufvertragliche Schadensersatzansprüche gegen die Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH im Zusammenhang mit der von dieser im Jahr 2013 erworbenen Beteiligung an der WKN AG geltend gemacht hatte. Kern der Auseinandersetzung war die Frage, ob bei der WKN AG zum Zeitpunkt des Beteiligungserwerbs durch PNE Wind AG einzelne Windparkprojekte überbewertet waren. Im Geschäftsbericht der PNE Wind AG für das Jahr 2014 war von "unzutreffenden Bewertungen" die Rede. Im Rahmen der Schiedsgerichtsklage machte die PNE Wind AG daher Ansprüche gegen die Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH, den ehemaligen Hauptaktionär der WKN AG, geltend. In der Folge war es unter anderem im Juni 2015 zu einer turbulenten Hauptversammlung ohne Ergebnis gekommen. Das Vertrauen der Aktionäre in Aufsichtsrat und Vorstand war stark beschädigt worden. Letztendlich sowohl der langjährige Vorstandvorsitzende Martin Billhardt als auch der komplette Aufsichtsrat zurückgetreten.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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