25.02.2016, 16:37 Uhr

Vestas bestätigt märchenhaften Auftrag über 1001 Megawatt

Aarhus, Dänemark – Aufregung herrschte am Dienstag (23.02.2016) um einen gigantischen Windenergie-Auftrag für den dänischen Turbinen-Hersteller Vestas. Das Unternehmen reagierte am Morgen zunächst auf „Informationen im Markt“ und bestätigte, dass ein Konsortium um den norwegischen Energiekonzern Statkraft Anlagen für sechs Windparks bestellt habe. Ein uneingeschränkter Auftrag nach Vestas-Kriterien sei dies aber noch nicht.

Am Dienstagmittag folgte dann die Vestas-Mitteilung, nach der das Konsortium mit dem Namen Fosen Vind DA tatsächlich einen verbindlichen Auftrag für Onshore-Windenergieprojekte in Norwegen mit einer Gesamtleistung von 1.001 Megawatt (MW) erteilt hat. Diese Windparks ersetzen dabei alte Fosen-Snillfjord-Projekte, die allerdings im Jahr 2015 zunächst geplatzt waren.

278 Windkraftanlagen mit 1.001 Megawatt Leistung

Fosen Vind DA ist ein Joint Venture aus Statkraft, TronderEnergi und dem Investment-Konsortium Nordic Wind Power DA. Dieses hat für die die geplanten sechs Windparks in Norwegen insgesamt knapp 280 Windkraftanlagen bestellt. Es handelt sich um 30 Turbinen des Typs V112-3.45 MW und 248 Anlagen des Typs V117-3.45 MW. Alle Anlagen weisen dabei im sogenannten optimierten Modus eine Leistung von je 3,6 MW auf.

Statkraft mit Partnern bereit für Windpark-Projekte

Es handelt sich bei dem nun gemeldeten Auftrag um jene sechs Windprojekte, die Statkraft noch im Juni 2015 gecancelt hatte. Im Januar 2015 hatte Vestas erklärt, als bevorzugter Turbinen-Lieferant für die genannten Projekte auserkoren worden zu sein. Ein verbindlicher Auftrag lag damals jedoch nicht vor. Im Juni kam dann die Absage von Statkraft. Der norwegische Konzern hatte erklärt, dass das Börsen-Strompreisniveau zu gering sei, die Windpark-Projekte würden sich nicht mehr lohnen. Nun die erneute Kehrtwende: Statkraft nimmt die Windparks, die ab 2018 bis Ende 2020 errichtet werden sollen, nun gemeinsam mit den Joint-Venture-Partnern in Angriff, diesmal endgültig.

Quelle: IWR Online

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