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29.02.2016, 12:25 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Vergütungssätze für Windenergie- und Biomasse-Anlagen sinken weiter

Bonn - Die Bundesnetzagentur hat bekannt gegeben, dass die Vergütungssätze nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für Strom aus Onshore-Windkraftanlagen und aus Biomasse-Kraftwerken ab Juli 2016 weiter sinken werden. Dies war auch in den beiden vorangegangenen Quartalen der Fall.

Laut Bundesnetzagentur sinkt die Einspeisevergütung bei der Windenergie an Land ab Mitte des Jahres um 1,2 Prozent. Bei Biomasse-Anlagen wird der EEG-Vergütungssatz um 0,5 Prozent reduziert. Maßgeblich für die Berechnung der Vergütungssätze sind die Zubauzahlen der Monate Februar 2015 bis Januar 2016.

Hoher Windenergiezubau sorgt für schnellere Vergütungs-Degression
Der Netto-Zubau für Windenergie an Land liegt mit etwa 3.564 Megawatt (MW) erneut oberhalb des Zubaukorridors. Bewegt sich der Zubau bei Windenergieanlagen an Land innerhalb des gesetzlichen Korridors von 2.400 bis 2.600 Megawatt, ist eine Absenkung der Vergütungstarife um jeweils 0,4 Prozent pro Quartal vorgesehen. Die Absenkung verstärkt sich, wenn der Zubau den Korridor überschreitet. Eine Unterschreitung des Zubaukorridors führt dagegen dazu, dass die Vergütung weniger stark sinkt, bei einer Unterschreitung um mehr als 400 MW gleich bleibt oder bei einer Unterschreitung um mehr als 600 Megawatt sogar ansteigt. Damit wird ab Juli 2016 der Grundwert bei der Windenergie an Land auf 4,77 Cent je Kilowattstunde (kWh) und der Anfangswert auf 8,58 Cent je kWh sinken.

Biomasse-Zubau deutlich unter geplantem Ausbaukorridor – Einspeisetarif sinkt trotzdem
Bei Biomasse bewegt sich der Zubau innerhalb des Bezugszeitraumes mit 25 MW wieder unterhalb der angesetzten Zubaugrenze von 100 MW, ab der die Vergütung zusätzlich zu der Basisdegression von 0,5 Prozent gekürzt wird. Das bedeutet konkret, dass die Anlagen, die Strom aus Biomasse erzeugen ab Juli je nach Größe eine Vergütung von 5,76 (Großanlagen bis 20 MW Leistung) und 13,46 (kleine Anlagen bis 150 Kilowatt) Cent je kWh erhalten. Bei Bioabfällen bewegt sich der Tarif zwischen 13,18 und 15,03 Cent je kWh und bei Gülleanlagen erhalten die Betreiber neuer Anlagen ab Juli 23,38 Cent je kWh.
Die Fördersätze für Strom aus Windenergie an Land und Biomasse müssen nach den Regeln des EEG 2014 ab 2016 quartalsweise angepasst werden.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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