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02.03.2016, 07:59 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Siemens-Turbinen für türkischen Onshore-Windpark ausgewählt

Hamburg - Siemens hat den Auftrag zum Bau eines Onshore-Windparks in der türkischen Provinz Kinik etwa 80 Kilometer nördlich von Izmir erhalten. An dem Standort nahe der Ägäischen Küste wird das Unternehmen 17 direkt angetriebene Windenergieanlagen installieren.

Das Unternehmen Esinti Enerji A.S. hat Siemens außerdem mit der Instandhaltung über zehn Jahre für den Windpark Kinik beauftragt. Die bestellten Windkraftanlagen verfügen über eine Leistung von je 3,2 Megawatt (MW), so dass das Projekt „Kinik“, das den gleichen Namen wie die Provinz trägt, insgesamt auf eine Nennleistung von 54 MW kommt.

17 Siemens-Anlagen des Typs SWT- 3.2-108 - Rotordurchmesser von 108 Metern
Der abgeschlossene Wartungsvertrag umfasst auch die Fernüberwachung und -diagnose der Anlagen. Der Aufbau beginnt bereits im Sommer 2016, die Inbetriebnahme soll im Herbst 2016 erfolgen. Das Kinik-Windprojekt entsteht entlang einer Bergkette, so dass die Luftströmungen von der Ägäis laut Siemens für optimale Windbedingungen sorgen. Die Anlagen vom Typ Siemens SWT- 3.2-108 würden mit Rotordurchmessern von 108 Metern optimale Energieerträge aufgrund des Direktantriebs mit Permanentmagnetgenerator liefern. Zudem kommen die sogenannten „Direct-Drive-Windturbinen“ mit etwa der Hälfte an Komponenten und deutlich weniger bewegten Baugruppen aus.

Die 17 Windenergieanlagen des 54 MW starken Kinik-Projekts werden von Siemens auf Stahltürmen mit einer Nabenhöhe von 79,5 Metern errichtet. Unternehmen der Region liefern die Türme. Auch bei den Bauarbeiten vergibt das Projekt Aufträge an einheimische Firmen, um die Wirtschaft der Region zu unterstützen. Der Arbeitsmarkt erhält im Rahmen der Anlagenwartung langfristige Impulse.

Richterich: Türkei für Siemens ein wichtiger Markt geworden

„Mit unserer Flotte von rund 100 hier installierten Anlagen hat sich die Türkei für Siemens in den letzten sechs Jahren zu einem wichtigen Markt entwickelt", sagt Thomas Richterich, CEO Onshore der Siemens Wind Power and Renewables Division. „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Esinti Enerji A.S. bei diesem bedeutenden Projekt, das den CO2-Ausstoß um jährlich rund 100.000 Tonnen reduzieren und einen wichtigen Beitrag für die Wirtschaft der Region leisten wird."

Siemens ist bereits seit 2009 im Windenergiemarkt der Türkei aktiv. Bislang hat das Unternehmen hier 235 MW an Windleistung ans Netz gebracht. Weitere rund 350 MW befinden sich im Bau oder sind bereits unter Vertrag.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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