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02.03.2016, 13:53 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

RENIXX klettert: China-Aktien gefragt – Sunedison Schlusslicht – HSBC hebt Vestas-Kursziel – Personal-Gerücht bei RWE

Münster – Der globale Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World verbessert sich am Mittwoch bislang um 1,2 Prozent auf 42,58 Punkte. Vor allem die Aktien aus China schieben das Börsenbarometer an.

Der deutsche DAX bewegt sich zwar mit 9.752 Punkten noch im Plus (+0,4 Prozent), doch gegenüber dem Tageshoch bei 9.837 Punkten hat der deutsche Leitindex kräftig nachgelassen. Am Devisenmarkt gibt der Eurokurs leicht um 0,1 Prozent auf 1,085 US-Dollar. Der Goldpreis setzt seinen Aufstieg weiter fort. Im Dezember notierte der Preis für eine Feinunze Gold an der Börse noch bei rund 1050 US-Dollar. Inzwischen sind es wieder 1.231 US-Dollar je Unze.

China Singyes an der RENIXX-Spitze
Die Aktie des auf gebäudeintegrierte Solarmodule spezialisierten Unternehmens China Singyes positioniert sich mit einem Kursgewinn um 11,0 Prozent auf 0,473 Euro an der Indexspitze. Mit China High Speed Transmission (+8,3 Prozent, 0,642 Euro), GCL-Poly Energy (+4,8 Prozent, 0,130 Euro) und China Longyuan (+4,8 Prozent, 0,524 Euro) folgen weitere chinesische Unternehmen auf der RENIXX-Gewinnerliste. Die Aktie des dänischen Windenergieanlagen-Herstellers Vestas legt um 0,8 Prozent auf 63,92 Euro zu. Die Analysten der HSBC haben das Kursziel für das Papier am Dienstag (01.03.2016) von 450 auf 470 dänische Kronen (etwa 63 Euro) angehoben. Man sehe langfristige Wachstumschancen. Die Empfehlung lautet unverändert „hold“. Schlusslicht im RENIXX World ist erneut die Aktie des US-Solarunternehmens Sunedison (-4,1 Prozent, 1,40 Euro).

E.ON und RWE am DAX-Ende

Im deutschen DAX ist die Commerzbank-Aktie mit einem Kursplus von 2,8 Prozent auf 7,84 Euro größter Gewinner. Schwächste Aktien sind hingegen die der beiden Energieversorger E.ON (-2,7 Prozent, 8,49 Euro) und RWE (-2,7 Prozent, 10,88 Euro). Nach einem Bericht des Handelsblatts wird RWE im Rahmen des Konzernumbaus einen neuen Finanzchef bekommen. Demnach soll der bisherige Leiter der Handelstochter RWE Supply & Trading Markus Krebber den Job bekommen. Der Konzern bestätigte dies bislang nicht. Alle Kursdaten der genannten Einzelaktien stammen, sofern nicht anders angegeben, von der Börse Stuttgart.

Ölpreis stoppt Aufwärtstrend vorerst
Nach einem starken Start in die Woche sinkt der Ölpreis am heutigen Mittwoch im Tagesverlauf. Zur Mittagszeit notiert der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI bei gut 33,70 US-Dollar (-1,9 Prozent). Die Nordseesorte Brent verliert nicht ganz so stark um 0,8 Prozent auf rund 36,50 US-Dollar für ein Fass. Der Heizölpreis bleibt konstant bei seinem Vortageswert von ca. 44 Cent (0 Prozent; inkl. MwSt., bei Abnahme von 3.000 Litern). Die Preise an den deutschen Tankstellen sind am gestrigen Dienstag leicht gesunken. Der Durchschnittspreis für einen Liter Diesel lag bei 0,98 Euro (-0,3 Prozent) und für die gleiche Menge Super E10 bei 1,18 Euro (-0,3 Prozent).

Preisanstieg an der Strombörse
Die Börsenstrompreise im Day-ahead-Handel steigen für den Liefertermin am morgigen Donnerstag. Für das Marktgebiet Deutschland/Österreich verteuert sich der Preis für eine Kilowattstunde (kWh) um 17 Prozent auf rd. 2,8 Cent. In Frankreich steigt der Preis um ca. 10,2 Prozent und notiert bei 2,9 Cent pro kWh. Damit ist der Börsenstrom in Frankreich um 3,9 Prozent teurer als in Deutschland. Der Preis für ein Zertifikat, das zur Emission einer Tonne CO2 in der EU berechtigt, liegt bei 4,87 Euro und ist damit um rund gut 2 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 4,97 Euro gesunken.

Windkraftanlagen sorgen für Strom
Die Stromerzeugung aus Windenergieanlagen kann nach einer leichten Flaute am gestrigen Dienstag heute wieder kräftig zur Deckung des Bedarfs beitragen. Zur Mittagszeit produzieren sie mit einer Leistung von 15.100 Megawatt (MW). Aus den Photovoltaikanlagen kommt eine Leistung von 4.300 MW hinzu, sodass diese beiden regenerativen Energiequellen gemeinsam eine Leistung von 19.400 MW erbringen. Der hohe Mittagsbedarf kann damit zu 28 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Der Rest wird von den konventionellen Kraftwerken bereitgestellt, die mit einer Leistung von 49.500 MW Strom produzieren. Die Daten der EEX für konventionelle Kraftwerke beziehen sich dabei nur auf Kraftwerke ab einer Größe von 100 MW.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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