03.03.2016, 08:35 Uhr

Konjunktur-Index für erneuerbare Energien fällt im Februar deutlich zurück

Münster – Im Januar 2016 hatte es der Geschäftsklima-Index für erneuerbare Energien in Deutschland erstmals seit über vier Jahren wieder über die Schwelle von 100 Punkten geschafft. Doch schon im Februar trübt sich die Branchen-Stimmung wieder deutlich ein.

Der kleine Höhenflug im EE-Geschäftsklima-Index hält nicht an: Im Februar 2016 fällt der Branchen-Konjunktur-Indikator wieder auf 93,5 Punkte zurück. Im Januar erreichte der Index 101,2 Punkte, das entspricht einem Minus von 7,7 Punkten.

6-Monats-Perspektive unverändert schwach

Die Unternehmen der Regenerativen Energiewirtschaft haben bei der monatlichen Befragung im Februar insbesondere die aktuelle Situation im Vergleich zum Vormonat wieder schlechter bewertet. Diese Aussage gilt auch für die aktuelle Lage im Export. Die Einschätzung bezüglich der Entwicklung im kommenden halben Jahr bleibt im Gegensatz dazu auch im Februar unverändert schwach. Das war bereits im Januar aufgefallen. Wohl aufgrund der Unsicherheit über die weitere Diskussion um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2016) zeigen sich die Unternehmen hinsichtlich der kommenden sechs Monate eher skeptisch.

EEG 2016: Wie sich die Ausschreibungen auf das Geschäft auswirken

In der freien Frage im Februar ging es um die Bedeutung des bevorstehenden Paradigmenwechsels im EEG durch die Einführung der Ausschreibungen. Auf die Frage, wie sich die EEG-Umstellung auf Ausschreibungen auf das Geschäft auswirken wird, erklärten rund 44 Prozent der Unternehmen, dass sie von negativen Auswirkungen durch diese Ausschreibungen ausgehen. Der Großteil erwartet zwar gar keine Auswirkungen auf das eigene Geschäft, allerdings geht auch keiner der Befragten von positiven Auswirkungen aus.

Quelle: IWR Online

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