10.03.2016, 14:52 Uhr

Thüga Erneuerbare und Energiekontor kooperieren für neue NRW-Windparks

München/Bremen – Die Windenergie in Nordrhein-Westfalen dürfte an Fahrt gewinnen. Denn mit der Energiekontor AG und der Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG (THEE) haben zwei erfahrene Institutionen der Energiebranche nun einen neuen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Inhalt ist die gemeinsame Entwicklung und der Bau von Windparks im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Der Fokus liegt dabei zunächst auf dem Kreis Lippe im Nordosten des Bundeslandes. Dort sollen Projekte mit einer Gesamtkapazität von etwa 50 Megawatt (MW) realisiert werden. Auf Seiten der Energiekontor AG werden diese Projekte aus Dortmund koordiniert. Gegenwärtig befinden sich die neuen Partner in der Phase der Standortidentifikation.

Thüga EE kauft schlüsselfertige Windparks und setzt auch auf Kooperationen

Thomas Walther, Geschäftsführer der Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG., sagte zu den Beweggründen für die neue Kooperation: „Neben dem Erwerb schlüsselfertiger Windparks haben wir in den zurückliegenden zwei Jahren viel Energie in den Aufbau der Projektentwicklung gesteckt. Neben unseren eigenen Kompetenzen setzen wir aber auch auf Kooperationen.“ Mit einer ersten Genehmigung rechnet Walther in der zweiten Jahreshälfte 2017. „Mit Energiekontor haben wir einen erfahrenen, zuverlässigen Projektentwickler an Bord, der bundesweit gut vernetzt ist und in Nordrhein-Westfalen mit einem eigenen Büro vertreten ist. Das kann sich positiv auf die Projektentwicklung auswirken“, meint Walther. „Entscheidend ist aber vor allem, dass wir im Rahmen der Ausschreibungen den Zuschlag für unsere Windparks bekommen.“ Denn ab 2017 ermittelt die Bundesnetzagentur die finanzielle Förderung für Strom aus erneuerbaren Energien über Ausschreibungen.

Energiekontor hofft auf reibungslose und zügige Umsetzung der Windparks

Bert Dreßen, Leiter der Niederlassung in Dortmund, kommentierte: „Mit der Thüga-Gruppe haben wir einen deutschlandweit vernetzten Partner an unserer Seite, der rund 100 kommunale Energie- und Wasserversorgungsunternehmen vereint. Die Geschäftsleitung der für Investitionen in regenerative Projekte zuständigen Gesellschaft, THEE, ist zudem seit Jahren bestens mit der Entwicklung der Energiekontor AG vertraut. Wir versprechen uns daher eine reibungslose und zügige Umsetzung der avisierten Windparks.“

Windturbinen von Nordex und eno energy

Bei ihrem Engagement in Nordrhein-Westfalen geht es der Thüga Erneuerbare Energien vor allem um die mittelfristige Projektpipeline ab 2017. „In 2016 realisieren wir bereits mehrere Projekte“, so Walther. In eigener Regie baut die Thüga Erneuerbare Energien beispielsweise im mittelhessischen Lingelbach und im baden-württembergischen Külsheim Windparks. In Lingelbach hat die Bauphase begonnen. Dort entsteht ein Windpark mit neun Anlagen des Typs Nordex N117 mit einer Nabenhöhe von 140 Metern und einer Nennleistung von je 2,4 MW. In Külsheim ist die Fertigstellung der fünf Anlagen des gleichen Typs in der Endphase. Die Arbeiten kommen gut voran, so dass die Inbetriebnahme aller Anlagen bis Ende April abgeschlossen sein wird. Darüber hinaus hat die Thüga Erneuerbare Energien kürzlich den Windpark Wansleben im Südharz von der eno energy GmbH erworben. Mit der eno energy ist weiter eine strategische Partnerschaft vorstellbar, zum Beispiel bei der Projektentwicklung, dem Einsatz von eno Windanlagen in eigenen Projekten sowie beim Kauf von schlüsselfertigen Windparks.

„Ich sehe gute Chancen, dass wir mit der aktuellen Pipeline an Projekten, die noch unter dem jetzigen Erneuerbare-Energien-Gesetz genehmigt werden, unser Gesamtportfolio bis Ende 2017 um circa 75 Megawatt auf 300 Megawatt ausbauen können“, ist Walther überzeugt.

Quelle: IWR Online

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