14.03.2016, 17:04 Uhr

Siemens nimmt Ausschreibungs-Hürde bei Riesen-Windprojekt in Marokko

Rom – Der deutsche Technologie-Konzern und Windenergieanlagen-Hersteller Siemens, der italienische Projektentwickler Enel Green Power und das marokkanische Energieunternehmen Nareva Holding haben einen wichtigen Schritt für den Zuschlag bei fünf großen Windparks in Marokko getan. Es geht um Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro.

Die drei Partner haben eine Vorauswahl zur Entwicklung, Finanzierung, Errichtung und zum Betrieb von fünf Windparks in Marokko gewonnen. Die Windkraft-Projekte kommen zusammen auf eine Leistung von 850 Megawatt (MW). Siemens kommentierte dieses Projekt gegenüber IWR Online nicht.

Konsortium erhält bevorzugten Bieter-Status für 850 MW Windenergie

Dem Konsortium wird nun ein bevorzugter Bieter-Status (“preferred bidder status”) eingeräumt, teilte Enel Green Power mit. Dabei geht es um insgesamt 850 MW Windenergie-Leistung. Drei der geplanten Windparks im Rahmen dieser Gesamt-Ausschreibung befinden sich im Norden von Marokko (Midelt: 150 MW, Tanger: 100 MW und Jbel Lahdid: 200 MW), zwei weitere Projekte sind im Süden des Landes angesiedelt (Tiskrad: 300 MW und Boujdour: 100 MW).

Siemens-Entscheidung für Windkraft-Rotorblatt-Fabrik steht

Nach den Plänen der drei Partner werden Enel GP und Nareva fünf spezielle Projektgesellschaften für die einzelnen Windparks gründen. Siemens wird als Turbinen-Lieferant fungieren und dabei zahlreiche Komponenten in lokalen Produktionsstätten herstellen. In der vergangenen Woche hatte Siemens erklärt, in Marokko eine Rotorblatt-Fabrik zu errichten.

Windparks sollen zwischen 2017 und 2020 fertiggestellt werden

Die fünf Windparks bedeuten eine Investition in Höhe von etwa einer Milliarde Euro und könnten zwischen 2017 und 2020 fertiggestellt werden. Der erzeugte Windstrom soll im Rahmen eines 20 Jahre laufenden Stromabnahmevertrags an den staatlichen Versorger "Office National de l'Electricité et de l'Eau Potable" (ONEE) geliefert werden.

Francesco Venturini CEO of Enel GP, erklärte, dass die Strategie seines Unternehmens, in Afrika zu expandieren, nun aufgehe. Marokko sei ein gutes Beispiel für Zuverlässigkeit und Transparenz beim Ausbau von regenerativen Energietechnologien. Das Land will bis zum Jahr 2020 42 Prozent und bis 2030 sogar 52 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien generieren. Derzeit sind es laut Enel GP etwa 32 Prozent.

Quelle: IWR Online

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