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17.03.2016, 16:33 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Baustart für Offshore-Windpark Wikinger in der Ostsee

Berlin / Sassnitz-Mukran – Der spanische Energiekonzern Iberdrola hat heute offiziell den Bau seines Offshore-Windparks Wikinger gestartet. Der Ostsee-Windpark mit einer Gesamtinvestitionssumme von 1,4 Milliarden Euro und einer Leistung von 350 Megawatt soll nach Fertigstellung rechnerisch genügend Strom für rund 350.000 deutsche Haushalte liefern.

Zudem bringt Wikinger positive Effekte für die regionale Wirtschaft mit sich: Einige der Großaufträge wurden an lokale Unternehmen vergeben. Bei der offiziellen Veranstaltung zum Baustart im Fährhafen Sassnitz zum Baustart, haben neben Energieminister Christian Pegel (SPD) Vertreter der lokalen Politik und Wirtschaft sowie der Hauptauftragnehmer teilgenommen.

Spezialschiff starten mit der Installation der 70 Offshore-Fundamente
Seit Anfang 2015 werden unter anderem die Komponenten für die Fundamente der Offshore-Windenergieanlagen, die vom Hersteller Adwen kommen, gefertigt. Die Installation soll in den kommenden Tagen mithilfe des Installationsschiffes „Giant 7“, das derzeit in Rostock für seinen Einsatz mobilisiert wird, beginnen. Parallel dazu befindet sich bereits ein Schiff mit den ersten 32 Fundamentkomponenten auf dem direkten Weg ins vorbereitete Baufeld.

Tanis Rey-Baltar, Iberdrolas Gesamtprojektleiter für Wikinger, betont: „Der Baubeginn ist ein wichtiger Meilenstein und das Ergebnis von jahrelangen Planungen und Untersuchungen. Ich möchte mich an dieser Stelle vor allem bei den zahlreichen lokalen und regionalen Unternehmen bedanken, die uns bei den bisherigen Schritten unterstützt haben und uns in der Folge auch bei der Errichtung von Wikinger tatkräftig zur Seite stehen.“

Pegel: Energiewende sorgt für enorme Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern
Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern: „Heute zeigen sich zwei Dinge: Die Energiewende ist in vollem Gange und in unserem Land entsteht dadurch eine enorme Wertschöpfung. Hier am Fährhafen Sassnitz hat Iberdrola eine Vereinbarung zur Flächennutzung über 25 Jahre abgeschlossen. Das sind sichere Einnahmen für zweieinhalb Jahrzehnte. Hinzu kommen in diesem Zeitraum die Liegegebühren für Serviceschiffe. Im Servicebereich entstehen zudem ab dem kommenden Jahr ebenfalls gesichert für mindestens 25 Jahre etwa 100 Arbeitsplätze. Unterm Strich ist das heute ein guter Tag für die Energiewende und für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern.“

Die Produktion der Windkraftanlagen, an Adwens Standorten in Bremerhaven und Stade, hat ebenfalls bereits begonnen. Die 70 Turbinen mit je fünf Megawatt (MW) Leistung sind die leistungsstärksten, die bislang für ein Iberdrola-Projekt zum Einsatz kommen.

Insel Rügen als Dreh- und Angelpunkt des Projekts

Iberdrola hebt hervor, dass ein erheblicher Teil der Wertschöpfung von Wikinger durch die Zusammenarbeit mit deutschen Auftragnehmern und Subunternehmen in der Region erfolgt. Der Dreh- und Angelpunkt des Projekts ist der Standort Sassnitz-Mukran (Fährhafen Sassnitz) auf der Insel Rügen. Von hier aus werden zum einen die Installation der Anlagen über das Offshore-Terminal erfolgen und zum anderen der spätere Betrieb sowie die Wartung gesteuert. Das Gebäude mit angeschlossener Lagerhalle wird von der Rostocker Niederlassung der Firma Goldbeck errichtet. Mit dem Bau von Wikinger hängen hunderte von qualifizierten Arbeitsplätzen zusammen, rund 200 direkte, indirekte und induzierte werden für den späteren Betrieb über eine Dauer von 25 Jahren erwartet.

Windpark-Fertigstellung bis Ende 2017 geplant

Die Gründungsstrukturen für die ersten Anlagen werden in den kommenden Wochen gesetzt, die Windkraftanlagen selbst folgen ab Anfang 2017. Der Bau der Umspannplattform befindet sich in den letzten Zügen. Sie soll im Sommer dieses Jahres das Baufeld in der Ostsee erreichen und installiert werden. Bis Ende des kommenden Jahres soll die Errichtung aller Anlagen abgeschlossen und die vollständige Inbetriebnahme erfolgt sein.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2016

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