22.03.2016, 08:51 Uhr

Nordex: Acciona-Deal vor dem Abschluss

Hamburg – Im November letzten Jahres hatte der WEA-Hersteller Nordex die Zusammenführung des operativen Geschäftes mit der Acciona Windpower angekündigt. Jetzt steht der Zusammenschluss kurz vor der Ziellinie.

Ziel des Deals ist es, vor allem Synergiepotenziale in der gemeinsamen Marktbearbeitung zu erschließen.

Finalisierung der Acciona-Übernahme Anfang April

Nach dem Zusammenschluss mit der Acciona Windpower, für den Nordex vor kurzem die kartellrechtliche Freigabe erhalten hat, soll die Transaktion Anfang April juristisch und handelsrechtlich finalisiert werden. Gemeinsam peilen Nordex und Acciona Windpower im Geschäftsjahr 2016 auf Basis des bereits veröffentlichten Auftragsbestands ein Umsatzvolumen von über EUR 3,4 Mrd. sowie eine EBITDA-Marge von über 7,5 Prozent an.

Neben der aktuellen Nachfrage stützt sich der Ausblick auf den gestiegenen Auftragsbestand im Neuanlagenbau. Hier steigerte sich das Volumen fest finanzierter Aufträge der Nordex zum Bilanzstichtag um 14 Prozent auf EUR 1.668,0 Mio. (31.12.2014: 1.461,6 Mio.). Dazu kommen das eigene Servicegeschäft sowie ab dem zweiten Quartal auch die Aktivitäten der Acciona Windpower. Deren Auftragsbestand lag nach Angaben der Acciona-Gruppe zum 31.12.2015 bei 1.140 MW Leistung.

Nordex bestätigt vorläufige Bilanzdaten: Umsatz: + 40 Prozent, EBIT: + 60 Prozent

Die im Februar vorab gemeldeten Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 hat Nordex jetzt bestätigt. Der Konzernumsatz wurde um gut 40 Prozent auf EUR 2.430,1 Mio. (2014: EUR 1.734,5 Mio.) gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbesserte sich um knapp 62 Prozent auf EUR 126,2 Mio. (2014: EUR 78,0 Mio.). Das operative Ergebnis (EBIT) lag damit im Rahmen der Erwartungen, die zuletzt im November erhöhte Umsatzprognose wurde knapp übertroffen.

Der Konzerngewinn wurde um gut 34 Prozent auf EUR 52,3 Mio. (2014: EUR 39,0 Mio.) gesteigert und ist gleichbedeutend mit einem Gewinn pro Aktie in Höhe von EUR 0,65 (2014: EUR 0,48). Durch den Wegfall steuerlicher Verlustvorträge im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Wechsel des Hauptaktionärs erhöhte sich die Steuerquote und beeinträchtigte den Konzerngewinn. Dieser negative Steuereffekt wurde vollständig im Jahresabschluss 2015 abgebildet.

Gut da steht Nordex auch bei seinen operativen Kennziffern: Neben dem Auftragseingang, der um 41 Prozent auf EUR 2.470,9 Mio. (2014: EUR 1.753,9 Mio.) anstieg, stellten auch die WEA-Montage mit 1.899 MW (2014: 1.417 MW) und die Errichtungsleistung mit 1.697 MW (2014: 1.489 MW) Höchstwerte in der über 30jährigen Unternehmensgeschichte dar.

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Quelle: IWR Online
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