24.08.2016, 08:05 Uhr

Brandmeldeanlage im AKW Brunsbüttel gestört

Brundbüttel / Kiel – Im stillgelegten AKW Brunsbüttel ist ein Defekt in der Brandmeldeanlagen festgestellt worden. Davon war auch das Kühlwasserpumpenhaus betroffen.

Das Atomkraftwerk (AKW) Brunsbüttel wurde am 5. August 2011 abgeschaltet. Nun gab es in dem ab 1970 errichteten AKW eine Störung in der Brandmeldeanlage.

Brandmeldeanlage im Kühlwasserpumpenhaus defekt

Im abgeschalteten Kernkraftwerk Brunsbüttel ist bei einer wiederkehrenden Prüfung am 17. August festgestellt worden, dass ein Teil der Brandmeldeanlage gestört ist. Die Signale von probeweise ausgelösten Brandmeldern wurden nicht an die jeweiligen Brandmeldezentralen zur Alarmierung weitergeleitet. Dabei handelte es sich um Brandmelder zur Überwachung des Hilfskesselgebäudes und des Kühlwasserpumpenhauses. Das betroffene Bauteil wurde ausgetauscht, die Brandmeldeanlage ist nun wieder funktionsfähig.

Es handelt sich bereits um das dritte meldepflichtige Ereignis im Zusammenhang mit dem Brandschutz im Kernkraftwerk Brunsbüttel seit April 2015. Die Behörde hat zur Bewertung des Ereignisses daher Brandschutzsachverständige hinzugezogen. Es wird insbesondere der Frage nachgegangen, aus welchem Grunde es im Bereich des sogenannten anlagentechnischen Brandschutzes gehäuft zu Ereignissen kommt.

Über das AKW Brunsbüttel

Das AKW Brunsbüttel verfügte über eine Nettoleistung von 770 Megawatt (MW). Es wurde von 1970 bis 1976 errichtet und erzeugte bis 2007 Strom, bevor es im Jahr 2011 im Zuge des AKW-Moratoriums nach der Atomkatastrophe von Fukushima endgültig abgeschaltet wurde. Das Kraftwerk befindet sich zu zwei Dritteln in Besitz von Vattenfall und einem Drittel im E.ON-Besitz.

Quelle: IWR Online
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