30.11.2016, 08:05 Uhr

Bundesverband Geothermie feiert 25-jähriges Jubiläum

Berlin/Essen – Der Bundesverband Geothermie wurde kurz nach der Deutschen Einheit ins Leben gerufen. Jetzt feiert der Verband sein 25-jähriges Bestehen und blickt in die Zukunft.

Im Rahmen des Geothermiekongresses vom 29. November bis zum 1. Dezember 2016 begeht der Bundesverband Geothermie e.V. sein 25-jähriges Jubiläum. Die damalige Kernaufgabe ist für den Verband auch heute noch aktuell. Zu Gast ist neben dem sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt auch NRW-Umweltminister Johannes Remmel.

Geothermie-Verband: Kernaufgabe ist Gestaltung der Energiewende

Der Bundesverband Geothermie wurde am 4. Dezember 1991 als „Geothermische Vereinigung e.V.“ (GtV) kurz nach der Deutschen Einheit ins Leben gerufen. Erster Geschäftsführer und Vorstandsmitglied von 1991 bis 2006 war Werner Bußmann, der den Verband maßgeblich mitgeprägt hatte. Die Kernaufgabe der Erdwärmenutzung und Gestaltung der Energiewende ist für den Verband auch heute noch das Gebot der Stunde.

Der Präsident des BVG, Dr. Erwin Knapek, freut sich, dass der BVG entscheidend dazu beigetragen hat, die Geothermie in Deutschland zu einem Träger der Energiewende zu machen: „Unser Verband ist von Forschungsinstituten gegründet worden, um geothermische Strom-, Wärme- und Kälteerzeugung zur Marktreife zu führen. Heute stellt die Geothermie rund um die Uhr Energie zur Verfügung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.“

Geothermie-Leistung hat sich in 25 Jahren versechsfacht

Als der Verband 1991 gegründet wurde, belief sich die installierte Wärme-Leistung oberflächennaher und tiefengeothermischer Anlagen in Deutschland auf rd. 600 Megawatt (MW). Inzwischen hat sich die Leistung auf rd. 4.200 MW versechsfacht, wie der Verband mitteilt. Über 330.000 oberflächennahe Geothermie- und 34 tiefe Geothermieanlagen sind in Deutschland in Betrieb. Hinzu kommt eine elektrische Leistung von 41 Megawatt aus tiefengeothermischen Kraftwerken

Blick in die Zukunft mit Partnerland Polen

Im Rahmen der Geothermie-Konferenz blickt der Verband aber auch in die Zukunft. So werden in jeweils drei parallelen Workshops innovative Anlagenkonzepte der oberflächennahen Geothermie, Erfahrungen aus der Umsetzung und dem Betrieb von tiefengeothermischen Anlagen und internationale Projekte rund um das Partnerland Polen vorgestellt und diskutiert.

Quelle: IWR Online

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