IWR-Start | News | Windenergie | Offshore Windenergie | Solarbranche | Bioenergie | Energiejobs | Intern.

Top 50 Firmen | RENIXX World | Politik | Termine | Messen | Newsletter | | |
 
17.03.2017, 15:11 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Netzbetreiber erleichtert Nutzung von Mini-Solarmodulen

Hamburg – Mit Mini-Solaranlagen auf Balkonen oder Terrassen kann inzwischen fast jeder einen Beitrag zur Energiewende leisten. Die Module werden einfach in die Steckdose gesteckt und senken die Stromkosten. Nun hat der Netzbetreiber Westnetz den Anschluss von Mini-Solaranlagen erleichtert. Nötig war dazu allerdings eine Initiative von Greenpeace Energy.

Im Streit um die Nutzung kleiner Solarmodule für Balkone und Terrassen gibt Deutschlands größter Verteilnetzbetreiber Westnetz auf Druck von Greenpeace Energy seinen Widerstand auf und erleichtert den Anschluss der Anlagen. Zuvor hatte die Innogy-Tochter den Anschluss aus Sicherheitsbedenken verweigert.

Westnetz ermöglicht unbürokratischen Anschluss von Mini-Solaranlagen
Der Verteilnetzbetreiber Westnetz ermöglicht ab sofort den Anschluss von Mini-Solarmodulen auf unbürokratische Weise. Im Westnetz-Versorgungsgebiet genügt es für die Nutzer jetzt, Namen und Adresse, Leistung und Fabrikat der Module zu melden. Dann können diese Solarmodule bis zu einer Leistungsgrenze von 300 Watt de facto ohne sonstige Auflagen in die Steckdose gesteckt werden. „Das Einlenken von Westnetz ist ein Durchbruch für die städtische Energiewende in Bürgerhand“, so Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy. „Damit bekommen Millionen von Mietern die Chance, sauberen Strom zu erzeugen und selbst zu verbrauchen.“

Greenpeacy Energy setzt Anschluss vor der Bundesnetzagentur durch
Die neuen Anschlussmöglichkeiten wurden durch ein von Greenpeace Energy unterstütztes Verfahren vor der Bundesnetzagentur möglich. Westnetz hatte den Anschluss eines Solarmoduls des Typs Simon mit 150 Watt Spitzenleistung blockiert und in Briefen an die Greenpeace-Energy-Kundin auf angebliche Gefahren verwiesen, teilt der Energieversorger mit. Gutachten unabhängiger Institute hätten ein solches Risiko jedoch ausgeschlossen.

In dem Verfahren räumte Westnetz abschließend ein, dass es nach Prüfung der vorgelegten Unterlagen an seiner bisherigen Einschätzung nicht weiter festhalte: „Der Anschluss und der Betrieb einer Eigenanlage Photovoltaiksystem Simon ist möglich“. Schädliche oder störende Rückwirkungen auf das Elektrizitätsversorgungsnetz seien nicht erkennbar. Unterhalb der 300-Watt-Grenze verzichtet der westdeutsche Netzbetreiber zudem auf den Einbau von Stromzählern mit Rücklaufsperre.

Veraltete Normen verhindern Erfolg von Mini-Solarmodulen
Weitere Netzbetreiber müssen nun dem Vorbild von Westnetz folgen, fordert Tangermann weiter. Noch würden viele Betreiber von Mini-Solaranlagen massiv eingeschüchtert. In den Niederlanden nutzen bereits rund 200.000 Haushalte problemlos kleinen Solaranlagen. In Deutschland hingegen erschweren veraltete technische Normen und gesetzliche Regeln bislang deren Einsatz.

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, Greenpeace Energy und viele andere Akteure setzen sich daher derzeit in den zuständigen technischen Normgremien für anwenderfreundliche neue Normen für Mini-Solarkraftwerke ein. Mit Fortschritten rechnet Greenpeace Energy noch in diesem Jahr.

Mini-Solaranlagen bergen großes Potenzial

„Stecker-Solar-Geräte für den Balkon sind für Mieter oft die einzige Option, einen eigenen Beitrag zu einer klimafreundlichen dezentralen Energieversorgung zu leisten“, sagt Marcus Vietzke, Mini-PV-Experte bei der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS). „Wenn die Nutzung unkompliziert möglich ist, könnten allein in Deutschland mehrere Gigawatt an Stecker-Solar-Geräten installiert werden. Dies entspricht der Leistung großer Braunkohlekraftwerke mit hohem CO2-Ausstoß.“

Quelle: IWR Online
© IWR, 2017

Weitere News und Infos rund aus der Energiewirtschaft
Strommarkt droht Rückfall in alte Monopolzeiten
Solarwatt lässt Speicher-Wirkungsgrad klettern
Netzbetreiber enthüllen Netzausbaupläne bis 2035
Infos zum Solar-Händler IBC Solar im Profil auf Solarbranche.de
Kaum noch Solarzubau im Januar 2017
Stellenanzeige: 50Hertz Transmission GmbH sucht Referent/in Datenmanagement (Digitalisierung der Energiewende / Marktkommunikation) in Berlin
Veranstaltung: Batterietag NRW 2017, NRW-Leistungsschau für Forschung, Entwicklung und Anwendung der Batterietechnik







Meldung drucken | E-Mail: Artikel empfehlen
 

IWR-Newsticker Erneuerbare Energien:
Anzeige


Firma   -im Profil-



Produkte   -Anzeige-
26.06.2017 - Vestas hievt Windturbinen-Portfolio auf höheres Level
26.06.2017 - Hendricks stellt Leitlinien für naturverträgliche Energiewende vor
26.06.2017 - KW 25/2017: RENIXX klettert trotz Ölpreis-Schwäche - Solartitel stark - Windwerte unter Druck
26.06.2017 - Siemens Hybridfähre legt in Finnland ab
26.06.2017 - Vattenfall kauft britischen Energieversorger
23.06.2017 - Neue NRW-Regierung lässt jahrelange Windparkplanung platzen
23.06.2017 - Windindustrie: Schließt Siemens Gamesa deutsche Adwen-Fabrik?
23.06.2017 - Börse: RENIXX leichter – Nordex-Aktie erneut im Keller – Deutsche Bank empfiehlt Eon und RWE
23.06.2017 - Umweltministerium hilft bei Klima-Anpassungen
23.06.2017 - Internationale Windpark-Aufträge für GE und Senvion
 
Solarenergie-News
22.06.2017 - SPD will mehr Erneuerbare, mehr Wasserstoff und ein Klimaschutzgesetz
22.06.2017 - Sonne soll Trumps Mexikomauer bezahlen
22.06.2017 - Warum sich Mieterstrom im Osten besonders lohnen soll
21.06.2017 - Phoenix Solar packt weitere Photovoltaik-Projekte in die engere Wahl
21.06.2017 - Photovoltaik: Analysten erwarten Aufholjagd monokristalliner Solarzellen
21.06.2017 - Erneuerbaren-Branche sieht neue Phase der Energiewende
 
Rechts-News
20.06.2017 - Power-to-Gas: Dena sieht erheblichen Anpassungsbedarf
19.06.2017 - Belectric erhält Einheitenzertifikat von DNV GL
16.06.2017 - Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein einigt sich auf Windenergie-Mindestabstand
16.06.2017 - Union verfolgt keine Alternative für Brennelemente-Steuer
14.06.2017 - Schwarz-Gelb in NRW plant Windkraftabstand von 1.500 Metern
09.06.2017 - Analysten heben Daumen für Energieaktien RWE und Eon

 

Business- und Wirtschaftsthemen Erneuerbare Energien

  

Suche in IWR - Newsticker Original-Pressemitteilungen Produkte Firmenprofile


© IWR - Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien

Energie Business Verbund
Presse IWR-Pressedienst.de | Marketing Firmen | Stellen Energiejobs.de | Messen Energiekalender.de |

Energiethemen- und Branchenverbund
iwr.de |Windbranche.de | Offshore-Windenergie | ISolarbranche.de | Bioenergie-Branche |Solardachboerse.de |RenewablePress.com | RenewableEnergyIndustry | Windindustry | Offshore-Windindustry | Energiefirmen | Energiespeicher | Energieeffizienz

Verbraucher
Strompreisrechner.de | Stromtarife.de | Solardachboerse.de | Energiehandwerker.de

 
>> zurück
 
Home-IWREnglishWindenergieSolarenergieWasserkraftBioenergieGeoenergieEmail/Kontakt