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21.03.2017, 15:39 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Stahlprobleme legen AKW Fessenheim 2 lahm

Münster – Vor wenigen Tagen hat die französische Atomaufsicht die Neustarterlaubnis für den Uraltreaktor Fessenheim 1 an der deutschen Grenze gegeben. Der Schwesterreaktor Fessenheim 2 bleibt jedoch bis auf weiteres vom Netz. Es bist fraglich, ob der Reaktor je wieder anfahren wird.

In Frankreich wurde in insgesamt 18 Reaktoren mangelhafter Stahl von der japanischen Stahlschmiede JCFC (Japan Casting and Forging Corporation) sowie der französischen Areva Creusot Forge verbaut. Zwölf Reaktoren mit Dampferzeugern von JCFC, darunter Fessenheim 1, wurden zur Überprüfung daher über den Winter abgeschaltet. Fessenheim 2 ist schon seit Sommer 2016 vom Netz. Daran soll sich sobald auch nichts ändern.

Atomaufsicht sieht schwere Sicherheitsmängel in Fessenheim
Im Juli 2016 hat die französische Atomaufsicht Autorité de sûreté nucléaire (ASN) dem staatlichen Atomkonzern Areva die Prüfbescheinigung für den Dampferzeuger entzogen, der im Atomkraftwerk (AKW) Fessenheim 2 verbaut ist. Die Aufsichtsbehörde hat den Reaktor im Elsass am Rhein damit bis auf weiteres stillgelegt. Wann oder ob der Reaktor aus den 70er-Jahren wieder in Betrieb geht ist unklar.

Die ASN bescheinigte dem Reaktor auf der Sitzung der grenzüberschreitenden Überwachungskommission CLIS in Colmar am Montag (21. März 2017) nun ein Sicherheitsproblem, wie der Südwestrundfunk berichtet. Neben Problemen mit dem Dampferzeuger, bei dem unter anderem Sicherheitszertifikate gefälscht wurden, bestehen demnach auch Zweifel an der Bruchsicherheit eines Bolzens sowie der Erdbebensicherheit des Damms zum Rhein. Derzeit werden Untersuchungsergebnisse analysiert. Der Reaktor bleibt daher bis auf weiteres abgeschaltet.

Atom-Austausch: Fessenheim geht vom Netz, wenn Flamanville fertig ist
Ob Fessenheim 2 wieder hochgefahren wird, häng neben den Sicherheitsbedenken auch am Atom-Neubau Flamanville an der Atlantikküste. Mit dem französischen Energiewendegesetz von Sommer 2015, wurde Frankreichs installierte Reaktorleistung bei 63.200 Megawatt (MW) gedeckelt. Für die Inbetriebnahme von Flamanville 3 mit einer Brutto-Leistung von 1.650 MW sollen daher die beiden Schwester-Reaktoren in Fessenheim mit einer gemeinsamen Bruttoleistung von 1.840 MW abgeschaltet werden. Dem Plan hat der Aufsichtsrat des staatlichen AKW-Betreibers EDF Ende Januar 2017 zugestimmt. EDF erhält zudem etwa 490 Mio. Euro als Kompensation.

Mit der Fertigstellung von Flamanville 3 würde damit das Versprechen umgesetzt, das der französische Präsident François Hollande bereits 2012 gab. Dieser wollte Fessenheim ursprünglich bis Ende 2016 stilllegen. Die Fertigstellung von Flamanville und somit die Abschaltung von Fessenheim ist derzeit für Ende 2018 geplant.

Flamanville-Fertigstellung um Jahre hinter dem Zeitplan

Fraglich ist jedoch, ob es bei diesem Zeitplan bleibt. Der Atom-Neubau sprengt bislang jeden Zeit- und Kostenplan. Der neue Reaktor, den Areva seit 2007 für EDF baut, sollte ursprünglich 3,3 Mrd. Euro kosten und 2012 fertiggestellt sein. Nach mehreren Verzögerungen werden nun Kosten von 10,5 Milliarden Euro und die Fertigstellung im Jahr 2018 erwartet. Zuletzt waren in Flamanville Probleme mit dem Dampferzeuger bekannt geworden. Der Stahl dafür stammt von JCFC.

Quelle: IWR Online

© IWR, 2017

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