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20.04.2017, 12:26 Uhr Meldung drucken | Artikel empfehlen

Rostocker Firma meldet Millionenauftrag für Nordsee-Windpark

Rostock – Der Rostocker Elektrotechnik-Spezialist SEAR GmbH hat einen weiteren millionenschweren Auftrag aus der Offshore-Windindustrie erhalten. Das Industrieunternehmen mit weltweit rund 220 Mitarbeitern soll beim Offshore-Windpark Hohe See in der deutschen Nordsee in den Verbindungsrohren zwischen den Anlagenfundamenten und den Windturbinen spezielle Elektrokomponenten einbauen.

SEAR hat bereits die Windparks Dudgeon und Galloper vor Großbritannien sowie Rentel vor Belgien mit der notwendigen Elektrotechnik ausgestattet. Nun folgt der Auftrag für den EnBW-Offshore-Windpark Hohe See vom belgischen Stahlturmproduzenten Smulders. Es geht um die elektrotechnische Ausstattung und die Verkabelung der 71 sogenannten Transition Pieces, das sind die Verbindungsrohre zwischen dem jeweiligen Offshore-Fundament und dem dazugehörigen Turm einer Windkraftanlage.

Millionenauftrag soll bis April 2018 abgeschlossen sein
SEAR soll für die insgesamt 71 Transition Pieces seetaugliche und hochkomplexe Elektrokomponenten liefern. Das Volumen dieses Auftrages beläuft sich auf über zehn Millionen Euro. Nach Vorfertigung in den firmeneigenen Werkstätten in Rostock und der Endmontage in Antwerpen werden diese Elektrokomponenten dann in den Offshore-Windpark Hohe See verbaut. Geplant ist, diese Arbeiten bis zum April 2018 abzuschließen. Der Nordsee-Windpark Hohe See ist ein Projekt der EnBW und liegt rund 90 Kilometer nördlich von Borkum. Die 71 Windkraftanlagen der Sieben-Megawatt-Klasse vom Typ SWT-7.0-154 vom Hersteller Siemens kommen auf eine Gesamtleistung von 497 Megawatt (MW).

Komponenten müssen nach See-Installation störungsfrei funktionieren

Die Transition Pieces (TP) an den Offshore Windenergieanlagen sind das Verbindungsstück zwischen dem Monopile-Fundament und dem eigentlichen Turm der Windkraftanlage. Ein Transition Piece ist etwa 20 bis 30 Meter hoch, misst im Durchmesser rund sechs Meter und kommt auf ein Gewicht von etwa 300 Tonnen. Ein Transition Piece, dass sich im montierten Zustand zu etwa einem Drittel unter Wasser und zu zwei Dritteln über Wasser befindet, ist auch die Schnittstelle zwischen dem Mittelspannungsseekabel und dem Generator der Windenergieanlage. Zu den großen Herausforderungen zählt die SEAR GmbH unter anderem, dass sämtliche Komponenten nach Installation auf See sofort und störungsfrei funktionieren müssen.

Quelle: IWR Online
© IWR, 2017

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