27.04.2017, 08:16 Uhr

Ballard-Brennstoffzelle für Boeing-Drohne

Vancouver / Southborough, USA – Die Brennstoffzelle-Technologie ist auch für die Luftfahrt eine interessante Option. Nun hat eine Tochter des US-Brennstoffspezialisten Ballard Power eine unbemannte Aufklärungsdrohne von Boeing in einem Testflug erfolgreich mit Strom versorgt. Die im RENIXX World gelistete Aktie von Ballard Power legt zu.

Eine Brennstoffzelle der Ballard-Power-Tochter Protonex hat eine Drohne der Boeing-Tochter Insitu während eines Testflugs erfolgreich mit Strom versorgt. Mit den Brennstoffzellen sollen sich die Aufklärungsfähigkeiten der Drohne deutlich verbessern.

Brennstoffzellen verbessert Flugeigenschaften der Drohne

Die Drohne vom Typ ScanEagle wurde während des Testflugs über ein PEM(Proton Exchange Membrane)-Brennstoffzellensystem mit Strom versorgt. Gegenüber einem herkömmlichen Antrieb mit einem Verbrennungsmotor verlängert sich u.a. die durchschnittliche Zeit zwischen Fehlern (MTBF; Mean Time Between Failures) bis um den Faktor fünf. Zudem ist ein geräuschloser Betrieb möglich.

Protonex: Brennstoffzellen idealer Partner für Drohnen

„Diese Testflüge haben die Integration und den Betrieb unserer Brennstoffzellen-Antriebs sowie unseres Hochdruck-Wasserstofftanks erfolgreich demonstriert“, so Protonex -Präsident Paul Osenar. Mit dem System ließen sich zudem die Geräuschemissionen senken und Nutzlast-Fähigkeiten erhöhen. „In Kombination mit erhöhter Zuverlässigkeit und anderen Vorteilen gegenüber Verbrennungsmotoren sind Brennstoffzellen besonders für unbemannte Flugobjekte geeignet“, urteilt Osenar.

Auch Drohnen-Hersteller Insitu zeigt sich zufrieden. Man werde weiter an dem Ziel einer vollelektrischen Drohne arbeiten, unterstreicht Technologievorstand Peter Kunz. Das Brennstoffzellen-System überschreite den Strombedarf der Drohne.

Ballard-Aktie legt nach Testflug zu

Die Aktie der Protonex-Mutter Ballard Power hat sich seit der Veröffentlichung der Meldung am Dienstag (25. April 2017) um insgesamt 7,4 Prozent auf 2,75 Euro verteuert (Börse Stuttgart).

Quelle: IWR Online

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